Wenn mindestens 80 Prozent der Ärzte im Land bei einer Urabstimmung dafür votieren, könne die Ärzte-Union Brandenburg am 2. Juli gegründet werden, sagte der Orthopäde Bernhard Hausen gestern in Potsdam. Zur Stimmabgabe für die Gründung des Dachverbandes seien 3200 Mediziner aufgerufen.
Damit werde auf die Vorstellungen der Bundesregierung reagiert, die Stellung der Hausärzte bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) zu Lasten der Fachärzte zu stärken. Die Union könnte im Gegensatz zur KV als Vertretung für die Zwangsmitglieder die Ärzteinteressen wirksamer vertreten. So wäre es der Union möglich, Kampfmaßnahmen zu organisieren, was der KV untersagt sei. Dem neuen Dachverband könnten auch die Hausärzte angehören. (dpa/ta)