"Die Grenze der Belastbarkeit ist bei Mitarbeitern oft überschritten", erklärt Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (CDU) gegenüber der RUNDSCHAU. Ihnen in der Weihnachtszeit die Möglichkeit zu geben, neue Kraft zu tanken, sei angeraten.

Allein in seinem Landkreis seien in diesem Jahr bisher 1201 Flüchtlinge aufgenommen und untergebracht worden. In mancher Woche, so Altekrüger, seien es 50 bis 70 gewesen, "wobei wir in Spree-Neiße auf dezentrale Unterbringung in Wohnungen setzen", sagt der Landrat.

In der Landesregierung ist bereits vor der Botschaft aus dem Süden an einem Szenario für die anstehenden Festtage gearbeitet worden. Wie Regierungssprecher Andreas Beese erläutert, sollen zwischen 23. Dezember und dem 3. Januar 2016 keine Flüchtlinge aus den Erstaufnahmen mehr an die Kreise verteilt werden. Dies sollte, so Beese, aufgrund der gegenwärtigen Situation bei der Flüchtlingsankunft auch möglich sein.

Der Regierungssprecher verweist auf aktuell 1935 Plätze zur Erstaufnahme in Eisenhüttenstadt und Doberlug-Kirchhain. Um dennoch auf Notfälle vorbereitet zu sein, soll in einer Telefonkonferenz mit den Kreisen noch eine Art "diensthabendes System für einen Tag" abgestimmt werden.