Goe tjes sei mittellos und daher nicht in der Lage, die Gesamtforderung in Höhe von 289 000 Euro zu begleichen, heißt es in dem Beschluss. Das zurückerhaltene Geld soll in die Rücklagen für Wahlkämpfe fließen.

Der frühere Schatzmeister soll zwischen Januar 2009 und Februar 2011 Geld von Partei- auf Privatkonten überwiesen haben. Die Staatsanwaltschaft Potsdam erhob Anklage.

Zentrales Thema des Parteitags war die EU-Förderpolitik. In einem Beschluss wird die Landesregierung aufgefordert, die Vergabe der knapper werdenden Mittel in der neuen Förderperiode nach 2013 konsequent an ökologische und soziale Kriterien zu knüpfen. In Zukunft müsse stärker in Bildung, Klimaschutz und Innovationen und weniger in Beton investiert werden. Projekte, die diese Kriterien nicht erfüllten, sollten nicht mehr gefördert werden. Die Vergabe müsse zudem davon abhängig gemacht werden, ob Tarif- oder Mindestlohn gezahlt und ob energieeffizient gearbeitet werde.

In weiteren Beschlüssen bekräftigt die Partei ihre Forderung nach einem strengen Nachtflugverbot am künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld und setzt sich für eine stärkere Autonomie der Hochschulen ein. Zur heftig umstrittenen Hochschulfusion in der Lausitz fordern die Grünen ein Moratorium, um allen Beteiligten die Möglichkeit zu geben, Konzepte vorzulegen.