Aber bei jungen Bäumen unter vier Metern Höhe seien rund 63 Prozent der Waldfläche mit Laubbäumen bewachsen.

In Brandenburg läuft derzeit der Waldumbau. Laubbäume wie Buche und Eiche sollten vermehrt die Kiefern-Monokulturen ablösen. Doch bis es soweit ist, wird es noch viele Jahre dauern. "Der Waldumbau ist ein Generationenprogramm", sagt Müller. Zumal junge Bäume in Brandenburgs Wäldern gegenwärtig ein großes Problem haben: den Appetit von Wildtieren. "Fast jede zweite Jungpflanze ist durch Verbiß geschädigt", sagt Müller.

Immer wieder war bei dem Treffen in Eberswalde auch die klare Forderung an die Brandenburger Politik zu hören: "Wir brauchen mehr Personal". In manchen Forstämtern gebe es nur noch einen Mitarbeiter für 1000 Hektar Waldfläche - zu wenig, sagen die Mitglieder des Forstvereins.

Bei dem SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Roick stießen die Teilnehmer auf viel Verständnis. Auch der einzige in den Brandenburger Landtag gewählte Förster sprach sich nachdrücklich für einen Einstellungskorridor im Landesforstbetrieb und die Übernahme zumindest der besten Lehrlinge der Waldarbeiterschule in Kunsterspring in den Landesdienst aus.

Deutlich positionierte sich Roick auch beim Verhältnis von Forst und Jagd. Das Land Brandenburg habe eigentlich den Anspruch gehabt, schon ab 2015 keine Wildschutzzäune im Wald mehr bauen zu wollen. Eine intensivere, waldorientierte Bejagung jedenfalls sei in den Landes-Wäldern unbedingt erforderlich - wozu auch die Einführung großer Bewegungsjagden im Januar gehören könnte.