Er habe daher zwischen 2009 und 2014 enge Freunde und Bekannte um Geld angepumpt - mit haarsträubenden ausgedachten Geschichten über angebliche Investitionsmöglichkeiten. Er soll auch eine schwere Krankheit vorgetäuscht haben, um an Geld zu kommen. Der Vorwurf gegen Fürniß lautet: gewerbsmäßiger Betrug in 20 Fällen.

"Ich möchte mich bei allen, denen ich Schaden zugefügt habe und deren Vertrauen ich missbraucht habe, entschuldigen", sagt er. "Ich schäme mich dafür und würde alles dafür tun, den Schaden zu begrenzen." Eine wichtige Frage in dem Prozess wird sein, ob Fürniß aus Gesundheitsgründen bedingt schuldfähig ist. Seine Frau erzählt von einer manischen Depression und einer falschen Parkinson-Diagnose, wegen der er Medikamente nahm, die ihm geschadet hätten.

Die Anklagebehörde rechnet mit einer "empfindlichen Haftstrafe". Staatsanwalt Markus Schmitt sagt: "Er muss sehr überzeugend gewesen sein. Er hat wohl einen gewissen Vertrauensvorschuss gehabt." Anders sei nicht zu erklären, weshalb so viele Menschen auf seine Masche hereingefallen seien.