Zuletzt wurden im Juli vier Gewässer an Kommunen übergeben, darunter der 31 Hektar große Dolgensee im Naturpark Märkische Schweiz und der gut zwei Hektar große Koboldsee bei Straupitz im Spreewald, teilte das Finanzministerium am Montag in Potsdam mit.

Brandenburg hatte sich den Angaben zufolge seit 2009 beim Bund gegen die Privatisierung und zunächst für eine kostenlose Übergabe der Seen an das Land eingesetzt. Weil der Bund das ablehnte, hat das Land schließlich der Zahlung von knapp sieben Millionen Euro für die Seen zugestimmt. Die Vereinbarung des Landes mit der bundeseigenen Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG) und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) sieht vor, die Seen in vier sogenannten Gewässerpaketen zu übergeben.

„Nach der berechtigten Sorge in vielen Kommunen, dass der Bund diese Gewässer privatisiert und damit der Zugang erschwert oder sogar unmöglich wird, ist das ein vielfaches Happy End für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort“, erklärte Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) zur Übergabe der Seen an die Kommunen.

Das Land überträgt die Gewässer den Angaben zufolge an die Kommunen, falls diese sich zur Übernahme bereiterklären, und erhebt dafür anders als der Bund bei der Übergabe an das Land keinen Ausgleichsbetrag.