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| 18:48 Uhr

Nach dem Angriff auf den Frosch-Club in der Oderstadt
Zur Attacke auf Frankfurter Club ermittelt nun eine Soko

Die Oderstadt steht weiter im Fokus.
Die Oderstadt steht weiter im Fokus. FOTO: Patrick Pleul
Frankfurt (Oder). OB Wilke will Abschiebung von etwa 20 polizeibekannten Syrern prüfen. Innenministerium sichert Hilfe zu.

(dpa/bl) Nach der gewaltsamen Auseinandersetzung in einem Club in Frankfurt (Oder) mit zwei Verletzten ermittelt eine Sonderkommission der Polizei. Einer der beiden verdächtigen Haupttäter sitze in Untersuchungshaft – allerdings wegen eines früheren Delikts, bestätigte am Montag noch einmal der Sprecher der Staatsanwalt Frankfurt (Oder), Ulrich Scherding. Auch gegen einen zweiten Tatverdächtigen werde ermittelt.

Nach Scherdings Darstellung war die Auseinandersetzung vor gut einer Woche schwerwiegender als zunächst angenommen. Danach kam es in dem Club zunächst zwischen den beiden Hauptverdächtigen, zwei syrischen Flüchtlingen, und einem deutschen Gast zum Streit. Die beiden Männer hätten nach Zeugenaussagen gerufen „Wir bringen euch um!“ und telefonisch Verstärkung geholt.

In der Folge habe eine zehn- bis 15-köpfige Gruppe den Club und die Gäste mit Eisenstangen, Messern und Steinen attackiert. Dabei sei laut Zeugen auch „„Allahu Akbar“ (Allah ist groß) gerufen worden, sagte der Behördensprecher. Ein Passant erlitt demnach eine Schnittwunde, ein weiterer wurde von einem Stein getroffen.

Indes bot Brandenburgs Innenministerium dem Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder), René Wilke (Die Linke), Hilfe bei der Ausweisung kriminell gewordener Flüchtlinge an. „Wir werden die Stadt beraten“, sagte Ministeriumssprecher Ingo Decker am Montag. Das Ministerium werde relevante Urteile und Informationen dazu übermitteln. Decker nannte es ein „nachvollziehbares Anliegen“, etwas gegen Leute tun zu wollen, „die Schutz suchen, aber Straftaten begehen“. Hintergrund ist hier die Attacke auf einen Club in Frankfurt vor gut einer Woche. Wilke hatte dazu angekündigt, die Ausweisung von etwa 20 polizeibekannten Syrern prüfen zu wollen. „Ich warte nicht bis zum ersten Toten“, wurde der OB zitiert.

(dpa/bl)