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Zu Gast: Die große Politik

Vor dem Brandenburger Landtag wehte am Dienstag statt der Europafahne die rot-weiße Flagge Georgiens. Feierliche Musik erklang aus dem Plenarsaal. iwe1

Denn im Potsdamer Stadtschloss war die große Politik zu Gast: In Anwesenheit zahlreicher Landtagsabgeordneter und einer Delegation aus der georgischen Autonomen Republik Adscharien gab es eine Feierstunde zu 25 Jahren diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Georgien.

Wie es dazu kam? Wieso das ausgerechnet in Potsdam gefeiert wurde? Landtagspräsidentin Britta Stark (SPD) erinnerte in ihrer Rede daran, dass schon ihr Vor-Vorgänger Herbert Knoblich, der erste Landtagspräsident Brandenburgs, Kontakte in die Kaukasus-Republik geknüpft hatte. Seitdem habe es immer wieder Begegnungen gegeben, insbesondere mit dem Parlament der Autonomen Republik Adscharien. Heute gebe es zwischen Brandenburg und Georgien zahlreiche Jugend- und Kulturaustausche. Dazu kämen regelmäßige Begegnungen der Parlamente und Ausschüsse Brandenburgs und Adscharien und ihrer Ausschüsse. Zudem habe Georgien das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union unterzeichnet "und - noch viel wichtiger für unsere Arbeit und für die Georgier - seit Juni können sie ohne Visa in die EU einreisen", so die Landtagspräsidentin. Notwendig sei ein "Zusammenwirken der Zivilgesellschaften und besonders die Begegnungen zwischen den jungen Menschen beider Länder". Nur so könne man lernen, einander zu verstehen und zu achten.

Auch der georgische Botschafter Lado Chanturia würdigte die guten Beziehungen. Für einen Botschafter seien die deutsch-georgischen Beziehungen "lauter Glück und Freude". Und ein Vertreter der Republik Adscharien lud die Brandenburger Parlamentarier gar ein, sobald als möglich wieder nach Adscharien zu reisen, um die Verbindungen weiter zu vertiefen. Denn die Beziehungen zwischen Adscharien und Brandenburg könnten sogar noch vielfältiger werden.