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| 07:18 Uhr

22. April
Zehn Kandidaten für Landratswahlen in der Lausitz

Am 22. April werden zahlreiche Bürgermeister und Landräte in der Lausitz neu gewählt.
Am 22. April werden zahlreiche Bürgermeister und Landräte in der Lausitz neu gewählt. FOTO: Zerbor/Fotolia / fotolia
Cottbus. Drei Landräte werden am 22. April in der Lausitz neu gewählt. In Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße haben die Bürger die Wahl. Nun steht fest, wer antreten wird. Die größte Auswahl gibt es in Spree-Neiße. Von Bodo Baumert

Vier Kandidaten haben bis Donnerstagmittag frist- und formgerecht ihre Bewerbung um den Posten des Landrates von Spree-Neiße abgegeben. Neben Amtsinhaber Harald Altekürger, der von der CDU erneut nominiert wurde, tritt sein bisheriger Stellvertreter Hermann Kostrewa (SPD) an. Kandidat der Linken ist der Landtagsabgeordnete Matthias Loehr. In letzter Minute hat auch die AfD noch einen Kandidaten benannt. Es handelt sich um Steffen Kubitzki aus Turnow-Preilack. Der 54-jährige Richtmeister ist seit 2015 Vorsitzender des Kreisverbandes Spree-Neiße und Mitglied im Landesvorstand der AfD.

Im Kreis Oberspreewald-Lausitz trifft Amtsinhaber Siegurd Heinze, der von der CDU nominiert wurde, auf den Lübbenauer Rechtsanwalt Matthias Mnich (Linke) und den AfD-Landtagsabgeordneten Sven Schröder. 2016 wollte der schon einmal Landrat werden, in Potsdam-Mittelmark.

In Elbe-Elster sind es ebenfalls drei Bewerber um den Posten des Landrates. Ein vierter, der parteilose Andreas Richter aus Elsterwerda, wurde wegen Formfehlern bei der Unterschriftensammlung nicht zugelassen. Zugelassen zur Landratswahl sind Amtsinhaber Christian Heinrich-Jaschinski (CDU), Peter Drenske (AfD) und Iris Schülzke, die parteiunabhängig kandidiert. Weder SPD noch Linke hatten einen geeigneten Kandidaten gefunden.

Mit Spannung werden auch die am gleichen Tag stattfindenden Bürgermeisterwahlen in Guben und Forst beobachtet. Beide Städte haben – aus unterschiedlichen Gründen – ein Hickhack um den Posten des Stadtoberhauptes hinter sich. Jeweils fünf Kandidaten werden sich auf den Wahlzetteln für die Bürger wiederfinden.

In Guben tritt in der Post-Hübner-Ära der seit Jahren amtierende Rathaus-Chef Fred Mahro (CDU) an. Die FDP-Fraktion hat den parteilosen Harald Knoll nominiert. Für die AfD tritt Daniel Münschke an. Der parteilose Stadtverordnete Peter Stephan gehört seit 2010 zur Fraktion der Linken. In die Schlagzeilen bringt es Guben aber einmal mehr mit Marko Steidel aus Groß Drewitz. Der Einzelbewerber hatte ein juristisches Possenspiel um den Posten des Gubener Apfelkönigs ausgetragen. Nun will er Bürgermeister werden.

In Forst gab es einen großen Andrang um das Amts des Bürgermeister. Als Nachfolger des wegen seiner Langzeit-Erkrankung von den Stadtverordneten abgewählten Philipp Wesemann (SPD) sahen sich zahlreiche, vor allem parteilose, Kandidaten. Von ursprünglich neun sind nun fünf übrig geblieben. Mit Parteien im Rücken treten Helge Bayer (CDU) und Ingo Paeschke (Linke) an. Von den Unbahängigen konnten Gärtnermeister Thomas Engwicht, Juristin und Polizistin Simone Taubenek sowie der Produktionsmanager Aimo Bartel die nötigen Unterstützer gewinnen.