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| 17:09 Uhr

Erkrankungen im Land teilweise steigend
Gemeiner Holzbock meidet Cottbus und Elbe-Elster

Eine Zecke (Ixodida), vermutlich der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus), auf der Haut eines Menschen. Die kleinen Blutsauger können gefährlich werden. Südbrandenburg meiden die Parasiten derzeit stärker als im Vorjahr.
Eine Zecke (Ixodida), vermutlich der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus), auf der Haut eines Menschen. Die kleinen Blutsauger können gefährlich werden. Südbrandenburg meiden die Parasiten derzeit stärker als im Vorjahr. FOTO: Sascha Schuermann
Potsdam/Cottbus. In Brandenburg sind dieses Jahr schon mehr als 100 Menschen nach Zeckenbissen erkrankt. Teilweise häufen sich die Fälle. Insgesamt bewegt sich die Zahl der Betroffenen aber auf Vorjahresniveau.

Die Südbrandenburger sind bisher weitgehend von Zeckenbissen verschont geblieben. In einigen Regionen Brandenburgs sind seit Jahresbeginn indes bereits mehr Menschen von dem blutsaugenden Parasiten ernsthaft getroffen worden, als dies im Vergleichszeitraum des Vorjahres zu verzeichnen war. Das hat das Gesundheitsministerium in Potsdam bestätigt.

Insgesamt gesehen bewegt sich die Zahl der Borreliose-Fälle aber auf dem Vorjahresniveau: Bis Anfang Mai sind demnach 135 Fälle gemeldet worden (2017: 133).

Die regionalen Unterschiede sind dabei groß: Die landesweit meisten Fälle meldete der Landkreis Barnim mit 23, gefolgt von der kreisfreien Stadt Brandenburg an der Havel (21). Beide Male gab es Steigerungen bei den Borreliose-Zahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch in anderen Regionen gingen sie nach oben. Zum Beispiel in der Landeshauptstadt Potsdam von drei auf elf. Aber auch die umgekehrte Entwicklung wird verzeichnet: Im Landkreis Märkisch-Oderland etwa gingen die Erkrankungen von 13 auf eine zurück. Ebenso im Landkreis Dahme-Spreewald von 19 auf acht. Bislang keine Borreliose-Meldungen gab es in Cottbus und dem Landkreis Elbe-Elster. Das ist übrigens auch im Vorjahr so gewesen. Im gesamten Jahr 2017war die Zahl der Borreliose-Erkrankungen in Brandenburg nach früheren Angaben des Ministeriums um rund 70 auf 1620 gestiegen.

(dpa/kw)