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| 19:50 Uhr

Schädlinge
Zecken in Brandenburg sorgen für 266 Borreliosefälle

 Gefährlicher Plagegeist im Anmarsch: Eine Zecke kommt auf einem Blatt angekrabbelt.
Gefährlicher Plagegeist im Anmarsch: Eine Zecke kommt auf einem Blatt angekrabbelt. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Potsdam. In Brandenburg wurden bis Mitte Juni 266 Fälle von Borreliose gemeldet. Das teilte das Brandenburger Gesundheitsministerium auf Anfrage mit. Im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres war die Zahl mit 414 gemeldeten Fällen wesentlich höher.

Insgesamt zählten das Ministerium und das Robert Koch- Institut(RKI) im Vorjahr 1556 Fälle von Borreliose in Brandenburg. Zum Vergleich: 2017 waren es 1741 Fälle.

Besonders aktiv waren die Zecken im vergangenen Jahr in den Landkreisen Barnim (183) und Potsdam-Mittelmark (176). Die wenigsten Fälle wurden aus dem Landkreis Elbe-Elster (17), aus Cottbus (19) und Frankfurt (Oder) (37) gemeldet.

Bei der Krankheit gelangen durch Zeckenstiche Bakterien – Borrelien genannt - in den menschlichen Körper. Das kann zu Infektionen führen. Das Infektionsrisiko ist stark von den Witterungsbedingungen abhängig. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts werden die Tiere ab Temperaturen um die acht Grad aktiv. Man sollte daher ganzjährig aufpassen und sich vor allem nach einem Spaziergang im Wald gründlich nach Zecken absuchen.

Der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) ist nach Angaben des Friedrich Löffler-Instituts die am weitesten verbreitete Zecke in Deutschland. In den vergangenen Jahren tauche auch immer häufiger die Zeckenart Dermacentor auf, die mit bis zu vier Millimeter Länge etwas größer sei als der Holzbock, sagte Wissenschaftler Helge Kampen.

 Gefährlicher Plagegeist im Anmarsch: Eine Zecke kommt auf einem Blatt angekrabbelt.
Gefährlicher Plagegeist im Anmarsch: Eine Zecke kommt auf einem Blatt angekrabbelt. FOTO: dpa / Patrick Pleul