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| 19:29 Uhr

Cottbus
Wachschutz für den Branitzer Park

Cottbus. Nach dem Brandanschlag auf die Seepyramide erarbeitet die Stiftung ein Sicherheitskonzept. Von Peggy Kompalla

Nach dem Feuer auf der Seepyramide im Pückler-Park Branitz soll es Konsequenzen geben. Der Stiftungsrat wird nach Angaben von Parkleiter Claudius Wecke in den nächsten Monaten ein Sicherheitskonzept erarbeiten. Das werde Parkwächter, aber auch eine Umzäunung des bislang frei zugänglichen Ensembles in Erwägung ziehen. Auch drei Tage nach dem Brandanschlag ist der entstandene Schaden auf dem Kulturdenkmal und Grabmal von Fürst Pückler und seiner Lucie nicht zu beziffern. Das sei erst im Frühjahr möglich. Parkleiter Wecke sagt: „Ich habe die Hoffnung, dass die Wurzeln des Weins durch das Erdreich vor der Hitze des Feuers so gut geschützt waren, dass sie keinen Schaden genommen haben.“ Der Tumulus war erst im Jahr 2015 aufwendig für 400 000 Euro saniert worden. In dem Zuge wurden 1800  Weinpflanzen neu gesetzt, die eigens aus Pflanzen geklont wurden, die einst Pückler gesetzt hatte.

Polizei und Stiftung gehen von Brandstiftung aus, da das Feuer an mehreren Stellen ausgebrochen war. Die Polizei bittet bei ihren Ermittlungen um Mithilfe und sucht Zeugen, die Hinweise zu dem Brand am Freitagabend machen können. Gegen 19.30 Uhr war der Alarm ausgelöst worden.

Nach Auskunft von Parkleiter Wecke haben bis zur Wende Parkwächter regelmäßig ihre Kontrollgänge durch den Park gemacht. Ihre Stellen wurden im Jahr 1990 umgewandelt. Heute ist das denkmalgeschützte und kunsthistorisch bedeutende Parkensemble rund um die Uhr frei zugänglich.