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| 02:38 Uhr

Wowereit: Nicht für Kostenexplosion an Staatsoper verantwortlich

Berlin. Der frühere Berliner Regierungschef und Kultursenator Klaus Wowereit (SPD/Foto: dpa) hat jede Verantwortung an der Kostenexplosion bei der Sanierung der Staatsoper abgelehnt. Alle Planungen und Umplanungen seien von der fachlichen Ebene vorbereitet worden, er habe "nie einsame Entscheidungen getroffen", sagte der 62-Jährige am Freitag vor dem Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses zur Aufklärung des Bauskandals. dpa/uf

"Sie müssen nicht denken, dass ich da an meinem Schreibtisch sitze und mir was ausdenke." Mit inzwischen fast 400 Millionen Euro wird die Sanierung des Opernhauses fast doppelt so teuer wie geplant. Der Termin zur Wiedereröffnung hat sich von 2013/14 auf voraussichtlich 2017 verschoben.

Gleichwohl verteidigte Wowereit die nachträgliche Entscheidung, zugunsten einer besseren Akustik die Decke des Saals um vier Meter anzuheben. Als Mehrkosten für die Maßnahme seien damals vier Millionen Euro genannt worden, sagte er. "Das schien uns angesichts der Gesamtsumme durchaus vertretbar." Diese umstrittene Nachforderung von Generalmusikdirektor Daniel Barenboim war laut Wowereit die einzige Entscheidung, in die er unmittelbar eingebunden war. "Andere Nachforderungen sind auf der Verwaltungs- und maximal Staatssekretärsebene besprochen worden."

Wowereit betonte, der ursprüngliche Kostenrahmen von 230 Millionen Euro habe immer als Höchstgrenze gegolten. Bei zusätzlichen Wünschen hätten andernorts Abstriche gemacht werden müssen.