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Brandenburg
Wortmeldungen zurRegionalplanung möglich

Potsdam. Der zweite Entwurf des Landesentwicklungsplans der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg wird heute öffentlich ausgelegt. Von Benjamin Lassiwe

Wo darf künftig in Brandenburg gebaut werden? Welche Städte und Gemeinden haben als Mittelzentren besonderes Entwicklungspotential, und wo schreibt ein „Freiraumverbund“ einen weitgehenden Baustop vor? Solche Fragen beantwortet der neue „Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion“, der ab heute zum zweiten Mal in den Brandenburger Landratsämtern und den Berliner Bezirken zur Einsichtnahme ausliegt. Stellungnahmen sollen dabei auch über das Internet möglich sein.

Im Landesentwicklungsplan werden mehrere Orte neu als Mittelzentren definiert: In Angermünde, Luckau, Blankenfelde-Mahlow und Hoppegarten soll künftig auch Einzelhandel mit Verkaufsflächen von mehr als 1500 Quadratmeter möglich sein. In den nicht zu den rund 50 Mittelzentren zählenden, übrigen Gemeinden soll dagegen die Ladenfläche vor allem für die so genannte Nahversorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs genutzt werden. Zudem regelt der Landesentwicklungsplan den weiteren Ausbau des Berliner Siedlungssterns: Demnach sollen neue Wohnsiedlungen vor allem in den Orten entstehen, die entlang der sterrnförmig auf Berlin zulaufenden Eisenbahnstrecken gelegen sind. Damit soll eine unkontrollierte Zersiedelung des Berliner Umlands vermieden werden.

Stärker als in früheren Entwicklungsplänen geht der neue Plan auch auf die Beziehungen zu Nachbarregionen ein. Dies gilt etwa für die polnische Großstadt Stettin: Gerade das nordöstliche Brandenburg entwickelt sich immer mehr zum Stettiner Umland – perspektivisch sind sogar Vorortzüge oder Busverkehre denkbar, die dann von Stettin bis Prenzlau und Angermünde fahren. Auch die Verbindungen nach Hamburg, Dresden oder Leipzig sollen stärker berücksichtigt werden.