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Woidke stellt sich auf Landesparteitag zur Wiederwahl

Posdam. Zwei Jahre, nachdem Brandenburgs Ministerpräsident auf dem Parteitag in Frankfurt (Oder) mit nur 79 Prozent der Delegiertenstimmen das schlechteste Wahlergebnis eines SPD-Landesvorsitzenden seit 14 Jahren erhalten hatte, stellt sich Dietmar Woidke in Potsdam am Freitag der Wiederwahl. Das Ergebnis für ihn ist ein Indikator dafür, wie sehr die Parteibasis den Kurs der SPD bei den Themen Kreisgebietsreform, Altanschließer und Nachtflüge mitträgt. iwe1

Ein erneut schwaches Ergebnis kann sich der Forster SPD-Politiker kaum leisten.

Zum ersten Mal seit 2013 wird es auf einem Landesparteitag der brandenburgischen Sozialdemokraten auch eine Kampfkandidatur geben: Nach dem Rücktritt von Burkhard Schröder vom Amt des Landesschatzmeisters stellen sich die Storkower Bürgermeisterin, Cornelia Schulze-Ludwig, und der Falkenseer Hauptdezernent, Harald Sempf, den Delegierten zur Wahl. Sollte Schulze-Ludwig gewählt werden, würde der geschäftsführende Vorstand der SPD erstmals aus mehr Frauen als Männern bestehen. Denn die Potsdamer Landtagsabgeordnete Klara Geywitz kandidiert erneut für das Amt der Generalsekretärin, und auch die Prignitzer Staatssekretärin Katrin Lange will zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Daniel Kurth stellvertretende Landesvorsitzende bleiben.

Inhaltlich wollen sich die Sozialdemokraten vor allem mit der Bildungspolitik beschäftigen. Ein Leitantrag des Vorstands kündigt an, die Debatte über beitragsfreie Kindertagesstätten führen zu wollen. Dazu soll eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden.