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| 08:26 Uhr

18-Jähriger will vor Polizei Richtung Polen flüchten
Wilde Verfolgungsjagd auf der A12

Polizei verfolgt mutmaßlichen Autodieb auf der A12 Richtung Polen.
Polizei verfolgt mutmaßlichen Autodieb auf der A12 Richtung Polen. FOTO: Facebook / Screenshot
Frankfurt (Oder). Seit Tagen kursiert das Video einer Verfolgungsjagd zwischen Polizei und einem mutmaßlichen Autodieb durch soziale Netzwerke wie Facebook.

Die etwa vierminütige Aufnahme aus einem Polizeiwagen heraus zeigt, wie ein weißer Mazda CX5, der zuvor in Magdeburg gestohlen worden war, mit hoher Geschwindigkeit durch eine Baustelle in Richtung Grenze rast und dabei mehrere Fahrzeuge beschädigt.

Es sind dramatische Szenen, die vor allem im Baustellenbereich zu sehen sind: Der Mazda-Fahrer wechselt ohne Vorwarnung die Spuren, rast über den Standstreifen und drängelt sich zwischen Leitplanke und Laster hindurch, als dessen Fahrer dem Fluchtfahrzeug den Weg versperren will.

Die Polizisten an Bord des Streifenwagens organisieren während der Verfolgungsjagd durch den engen Baustellenbereich weitere Straßensperren, um das Fahrzeug zu stoppen. Die Aufnahmen enden, als der 18-jährige Fahrer mit dem gestohlenen Mazda vortäuscht, an der Abfahrt Müllrose (Oder-Spree) die A12 zu verlassen und plötzlich einen Hang hinab über eine Wiese zu flüchten versucht.

Wie das Video den Weg in die Öffentlichkeit finden konnte, versucht die Bundespolizei jetzt in den eigenen Reihen zu klären. „Wir sind dabei dies zu prüfen“, sagt Jens Schobranski, Sprecher der Bundespolizei am Montag. Das Video sei wichtiges Beweismaterial gegen den 18-jährigen Fahrer aus Polen, der nach Aussagen der Polizeidirektion Ost seit 6. Oktober in Haft sitzt. Er konnte noch an der Abfahrt Müllrose festgenommen werden, wo er nach Ende der Videoaufzeichnung zu Fuß flüchten wollte.

Laut Polizei hat der 18-jährige Fahrer auf seiner Flucht zwei Verkehrsunfälle verursacht, die beide auf dem Video festgehalten sind: Er streifte einen Pkw und einen Laster seitlich und riss mehrere Warnbaken um. Gegen den Fahrer, der seit 6. Oktober in Haft sitzt, ermittelt nun die Frankfurter Staatsanwaltschaft.

(Andreas Wendt/MOZ)