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Wie man möglichst gesund isst

Eine Ernährungswissenschaftlerin arbeitet im Sensoriklabor im Deutschen Institut für Ernährungswissenschaften in Potsdam-Rehbrücke.
Eine Ernährungswissenschaftlerin arbeitet im Sensoriklabor im Deutschen Institut für Ernährungswissenschaften in Potsdam-Rehbrücke. FOTO: dpa
Potsdam. Welche Rolle spielt die Ernährung für gesundes Altern? Welche Krankheiten werden durch ungesunde Lebensweise verursacht? Am Deutschen Institut für Ernährungsforschung (Dife) in Potsdam suchen Wissenschaftler nach den Zusammenhängen zwischen Ernährung und der Entstehung chronischer Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck. Am Dienstag feierte das Institut den Jahrestag der Gründung vor 25 Jahren. dpa/uf

Seit mehr als 20 Jahren sind die Forscher etwa an einer europäischen Studie zu dem Thema beteiligt. Allein 27 000 Menschen aus dem Potsdamer Raum nehmen daran teil. Danach könne eine ausgewogene Ernährung und ein normales Körpergewicht dazu beitragen, gesund zu bleiben und länger zu leben, so erste Ergebnisse. Bei gesunder Lebensweise verringerten sich zudem die Risiken, an Diabetes zu erkranken oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Auch das Krebsrisiko sinke.

Eine Studie ergab nach Angaben des Instituts, dass beispielsweise eine eiweißreiche Ernährung innerhalb von sechs Wochen bei Menschen mit Diabetes 2 das Leberfett um fast die Hälfte verringern kann. Die Wissenschaftler wollen die Zusammenhänge nun genauer untersuchen.

Erarbeitet wurde von den Wissenschaftlern bereits ein Diabetes-Test. Dabei können Erwachsene ermitteln, wie groß die Gefahr ist, innerhalb der nächsten fünf Jahre am Typ 2 zu erkranken.

Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung ging 1992 aus dem DDR-Institut für Ernährung hervor. Beschäftigt werden derzeit 320 Mitarbeiter. Der Jahresetat lag 2016 bei 24 Millionen Euro, acht Millionen Euro Drittmittel wurden eingeworben. Das Dife gehört heute zur Leibniz-Gemeinschaft.