ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:09 Uhr

Weniger Vandalismus an Haltestellen

Ein Haltestellenschild für den Schulbus steht am 25.10.2013 in Dresden (Sachsen). Foto: Sebastian Kahnert/dpa (zu dpa „SPD unterstützt Eltern im Kampf für kostenlose Schülerbeförderung“ vom 25.10.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++
Ein Haltestellenschild für den Schulbus steht am 25.10.2013 in Dresden (Sachsen). Foto: Sebastian Kahnert/dpa (zu dpa „SPD unterstützt Eltern im Kampf für kostenlose Schülerbeförderung“ vom 25.10.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Sebastian Kahnert (dpa-Zentralbild)
Potsdam. Beschmierte Fahrpläne, zerstörte Glasscheiben, aufgebrochene Fahrkartenautomaten - Hunderte Haltestellen in Brandenburg sind jährlich Ziel von Vandalismus. Zuletzt ist es allerdings ein wenig besser geworden - und das hat mehrere Gründe. dpa

An Bus- und Bahnhaltestellen in Brandenburg wird im Vergleich zu früher weniger randaliert. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zwar haben Kommunen und Verkehrsbetriebe immer wieder über Folgen mutwilliger Zerstörung oder Schmierereien zu klagen, vielerorts blieben die Fallzahlen aber konstant oder sind leicht rückläufig.

„Mutwillig zerstört wird ganzjährig“, sagt der Cottbuser Stadtsprecher Jan Gloßmann. Erfahrungsgemäß betreffe das in Cottbus aber höchstens 15 Haltestellen pro Jahr. In den vergangenen Jahren habe sich zumindest die Zahl silvesterbedingter Schäden verringert. „Zum Jahreswechsel 2016/2017 war es einer.“

In Bernau gab es in den vergangenen drei Jahren nach Auskunft der Stadtverwaltung pro Jahr höchstens zehn Fälle mutwilliger Sachbeschädigung an Haltestellen. „Eine Zunahme der Vandalismusschäden ist nicht erkennbar“, berichtet Bauhofleiter Marco Böttcher. Auf einem ähnlichen Niveau halten sie sich an den Bushaltestellen in Eberswalde. „Schmierereien und zerkratzte Scheiben kommen am häufigsten vor“, sagt eine Stadtsprecherin. Immerhin: Seltener würden ganze Scheiben zerstört.

Aber auch kleinere Schäden gehen ins Geld. So rechnet die Stadt Eberswalde jährlich mit Kosten von bis zu 5000 Euro für ihre Beseitigung. Die Kosten für die Instandsetzung von Glasscheiben an Haltestellen kostet die Stadt Bernau bis zu 4000 Euro pro Jahr. Während in Strausberg (Märkisch-Oderland) seit drei Jahren immer weniger zerstörte Seiten- und Rückscheiben verzeichnet werden - 2016 wurden für zwei Scheiben 980 Euro fällig -, haben sich die Kosten für de Beseitigung von Graffiti-„Schmierereien“ leicht erhöht. Wie eine Stadtsprecherin mitteilte, zahlte die Stadt 2016 dafür gut 800 Euro, fast das Doppelte vom dem im Jahr 2014.

Richtig teuer kann die Sprengung von Fahrkartenautomaten werden. Cottbus-Sprecher Gloßmann beziffert sie auf bis zu 35 000 Euro, wenn die Zerstörung total ist. Dafür hafte das Verkehrsunternehmen Cottbusverkehr im Rahmen des Selbstbehalts. „Alles darüber hinaus tragen Versicherungen.“

An Brandenburgs Bahnhöfen wurden im vorletzten Jahr 43 Fahrkartenautomaten aufgebrochen, drei weniger als im Jahr zuvor, wie die Deutsche Bahn mitteilte. „Mit verkürzten Entleerungszyklen und Farbpatronen zum Schutz der Geldkassetten wird das Aufbrechen von Automaten jedoch künftig sinnlos“, erklärt ein Bahnsprecher. Überhaupt nehme die Kriminalität in Bahnhöfen und Zügen ab. „Deutlich ist der Rückgang bei Vandalismus und Graffiti.“

Laut Landeskriminalamt in Eberswalde waren die Zahlen verzeichneter Sachbeschädigungen an Haltestellen des öffentlichen Personenverkehrs bis 2015 rückläufig. Damals waren einer Sprecherin zufolge 583 Fälle erfasst worden. Die Aufklärungsquote habe bei fast 28 Prozent gelegen. „Für das Jahr 2016 ist aber wieder ein Anstieg der Fallzahlen festzustellen.“