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Weniger Honig, mehr Imker

Zum Winter hin füttern Imker ihre Bienenvölker mit Winterfutter, einer Zuckerlösung, und behandeln sie mit Wirkstoffen gegen die Varroa-Milbe.
Zum Winter hin füttern Imker ihre Bienenvölker mit Winterfutter, einer Zuckerlösung, und behandeln sie mit Wirkstoffen gegen die Varroa-Milbe. FOTO: dpa
Teltow. Die Honigernte war für Brandenburgs Imker in diesem Jahr unterdurchschnittlich. Bei vielen Kollegen habe die Menge deutlich unter dem optimalen Wert von 30 Kilogramm Honig pro Bienenvolk gelegen, teilte der Landesverband der Brandenburgischen Imker mit. dpa/uf

Wegen des frostigen Frühjahrs und des regnerischen Sommers seien die Bienen weniger häufig ausgeflogen, um Pollen und Nektar zu sammeln, sagte Holger Ackermann vom Landesverband in Teltow (Potsdam-Mittelmark). Zudem hätten die Imker weniger Honig entnehmen können, weil sie die hohen Bienen-Verluste aus dem vergangenen Winter ausgleichen mussten. Es seien vermehrt Schwarmableger gebildet worden, die versorgt werden müssten.

In Brandenburg wächst die Imkerschaft stetig an. "Das ist kein Alte-Männer-Hobby mehr", sagte Ackermann. Auch Frauen und jüngere Berufstätige würden anfangen, zu imkern. Der Landesimkerverband habe derzeit rund 2200 Mitglieder, 2016 seien es noch etwa 2160 gewesen. Ein Grund dafür sei die Förderung junger Imker durch das Land.

Die Zahl der Bienenvölker in Brandenburg sei im gleichen Zeitraum allerdings etwa gleich bei rund 22 000 geblieben. Der Grund: Ältere Kollegen besäßen im Schnitt zehn Völker, jüngere Imker würden meist mit zwei oder drei Völkern beginnen.