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Weltkriegsmunition aus Glocken-Bronze

Dresden. Der evangelischen Kirche in Sachsen sind durch Beschlagnahme im Ersten und Zweiten Weltkrieg 3253 Bronzeglocken verloren gegangen. Sie wurden zerschlagen und zur Herstellung von Granaten und Patronen eingeschmolzen. dpa/uf

"Ein Frevel", sagte Johannes Kimme, Präsident des Landeskirchenamtes, am Montag in Dresden bei der Vorstellung eines Buches. Darin ist nach jahrelangen Recherchen die vor genau 100 Jahren erfolgte erste Vernichtung dokumentiert. Für Kimme ist es "ein Hohn der Geschichte", dass auch Stücke mit Namen wie Pax (Frieden) zu todbringender Munition wurden. Das Buch sei den Opfern beider Weltkriege gewidmet.