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| 18:21 Uhr

Lkw-Fahrer verursachen mehr Unfälle mit Personenschaden
Tödliche Trickserei in Lkw

Unfall auf der a13, Anfang Juni.
Unfall auf der a13, Anfang Juni. FOTO: dpa / Tnn
Cottbus/Potsdam. Zahl der Opfer bei Brummi-Unfällen ist in den vergangenen Monaten drastisch gestiegen. Von Bodo Baumert

Die Zahl der Menschen, die auf den Straßen in Brandenburg und Sachsen ihr Leben lassen mussten, bleibt konstant hoch. In Sachsen ist die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Zwischen Januar und Mai 2017 verunglückten 42 Menschen tödlich, im gleichen Zeitraum 2018 waren es 59.

Auf Brandenburger Straßen verloren seit Januar 69 Menschen ihr Leben. Das ist einer weniger als im Vergleichszeitraum 2017, aber kein Grund zur Entwarnung. Denn im vorigen Jahr war in Brandenburg ein deutlicher Anstieg der Verkehrstoten zu beklagen. „Das müssen wir weiter im Auge behalten“, sagt Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke.

Hauptursache für die tödlichen Unfälle ist nach wie vor überhöhte Geschwindigkeit. Die Polizei hat darauf reagiert und die Kontrollen weiter ausgebaut. Bis Ende Mai wurden 13,3 Prozent mehr Fahrzeuge geblitzt als im Vergleichszeitraum 2017, so Mörke.

Zu schaffen macht den Polizisten aber noch ein ganz anderes Problem: Lkw-Fahrer. Sie waren laut bisherigen Ergebnissen der Polizeistatistik in Brandenburg 2018 für 17 Verkehrstote verantwortlich. Das sind fast doppelt so viele wie im ersten Halbjahr des Vorjahres. Auch bei den Unfallverletzten gibt es einen deutlichen Anstieg durch Lkw-Fahrer. Ein Grund sind übermüdete und überlastete Fahrer – und die Tricksereien, mit denen manche Speditionen versuchen, deutsche Sicherheitsgesetze zu umgehen. „Die Methoden werden immer raffinierter“, sagt Hauptkommissar Thomas Dobkowicz von der Verkehrspolizei.