Bezüglich der Weihnachtsmärkte 2021 hoffen Veranstalter und Besucher auf eine Rückkehr zur Normalität. Während es in manchen Regionen bereits feste Hygienevorgaben für die Durchführung der Adventsmärkte gibt, fehlen dafür in anderen Teilen Deutschlands nach wie vor einheitliche Corona-Regeln. Angesichts des fehlenden Hygienekonzepts für die Weihnachtsmärkte in Brandenburg berät die Landesregierung nun über mögliche Wege, die Märkte trotz der steigenden Corona-Zahlen stattfinden zu lassen.

Welche Corona-Regeln gelten auf dem Weihnachtsmarkt in Brandenburg?

Die brandenburgische Landesregierung will am Dienstag, 02.11.2021, über ein mögliches Hygienekonzept für Weihnachtsmärkte beraten. Die geplante Öffnung der Adventsmärkte rückt allerdings immer näher. Den Veranstaltern bleibt also wenig Zeit, auf mögliche Vorgaben zu reagieren. In anderen Ländern gibt es derweil schon Konzepte.

Calau/Vetschau/Lübbenau

Corona-Regeln auf Weihnachtsmärkten in Sachsen

Einige Bundesländer haben bereits Konzepte zur Umsetzung und Durchführung von Weihnachtsmärkten erarbeitet. So beispielsweise Sachsen. Weder 3G noch 2G soll auf den Adventsmärkten in Dresden, Görlitz, Leipzig oder Bautzen gelten. Dafür entwickelten die Städte jeweils eigene Konzepte, die den Wegfall dieser Regeln ermöglichen.
In Görlitz greifen die Veranstalter beispielsweise auf ein bereits im Jahr 2020 entwickeltes Konzept zurück, welches sie damals nicht einsetzen konnten. Die einzelnen Stände sollen mit größeren Abständen auf dem Marktgelände realisiert werden und die Eislaufbahn wird um 130 Quadratmeter erweitert. So soll die Besucherdichte etwas entzerrt werden. Auch Dresden setzt auf ein freies Konzept ohne Kontaktnachverfolgung und 3G.

Berlin: Welche Corona-Regeln gelten auf dem Weihnachtsmarkt?

Im Gegensatz zu Sachsen werden auf den Weihnachtsmärkten in Berlin die 3G oder sogar die 2G-Regel gelten. Nach einem Beschluss des Senats müssen Besucher von Berliner Weihnachtsmärkten aufgrund der Corona-Pandemie eine Schutzmaske tragen. Dies gilt allerdings nicht für Märkte, deren Betreiber auf die 2G-Regel setzen. In diesem Fall haben nur geimpfte und genesene Menschen Zutritt sowie Kinder unter 12, für die bislang keine Impfungen angeboten werden. Hinzu kommen Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Sie alle müssen als Gäste dieser Märkte, für die es dann auch Zugangskontrollen geben müsste, keine Maske tragen. Die „Berliner Weihnachtszeit“ oder der Weihnachtsmarkt in der Zitadelle Spandau planen beispielsweise, das 2G-Konzept umzusetzen.
Auf allen anderen Weihnachtsmärkten, bei denen nicht 2G gilt, hat zunächst einmal jeder Zutritt, wie Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) erläuterte. Dort greift also nicht die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet). Ungeimpfte müssen keine negativen Tests nachweisen.

Brandenburg: Städte sind bereit für die Weihnachtsmarkt-Saison

Trotz der bisher unklaren Vorgaben sind die Städte in Brandenburg bereit für den Start in die Adventszeit. So versicherte André Stahl, der Bürgermeister von Bernau beispielsweise, dass es in diesem Jahr auf jeden Fall einen Weihnachtsmarkt in seiner Stadt geben wird. „Wir werden das größer aufziehen als sonst und auch länger“, betonte er. Auch in Brandenburg an der Havel wären die 3G oder 2G-Regeln umsetzbar, heißt es aus dem Rathaus. In Frankfurt (Oder) soll auf jeden Fall die Weihnachtskirmes auf dem Brunnenplatz stattfinden. Doch erst mit einer Präzisierung der Umgangsverordnung für Weihnachtsmärkte in Brandenburg wird sich zeigen, wie sich diese Vorhaben in die Tat umsetzen lassen.