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| 02:39 Uhr

Was nach einem Einbruch zu tun ist

Die allerersten Schritte: Polizei und die Versicherung müssen umgehend informiert werden. Außerdem schreiben viele Versicherungsverträge vor, dass der Schaden so gering wie möglich zu halten ist.

Darauf weisen Verbraucherschützer hin. Wichtig ist jetzt, gestohlene EC- und Kreditkarten umgehend sperren zu lassen sowie den Verlust anderer wichtiger Dokumente zu melden.

Zahlungskarten lassen sich bei den Anbietern oder unter dem zentralen kostenlosen Notruf 116 116 sperren. Hier können Betroffene auch gestohlene Handy-SIM-Karten melden - oder sie wenden sich an ihr Mobilfunkunternehmen. Auch ein Personalausweis mit eingeschalteter Online-Funktion muss schnellstens gesperrt werden, rät die Polizeiliche Kriminalitätsprävention der Länder und des Bundes. Das geht auch unter der Nummer 116 116.

Bis zum Eintreffen der Polizei: Es darf am Tatort nichts verändert werden, um keine Spuren zu vernichten. Und auch mit der Versicherung muss nun besprochen werden, wie mit den Schäden umgegangen wird. Denn wer ohne Rücksprache Schäden reparieren lässt, läuft Gefahr, diese Kosten nicht regulieren zu können.

Weitere Schritte: Innerhalb von drei Wochen sollte eine möglichst vollständige Liste der gestohlenen Gegenstände der Versicherung und Polizei geschickt werden. Das gehört oft zu den Versicherungsbedingungen. Geschieht dies nicht innerhalb dieser Frist, kann es sein, dass die Versicherung nichts ersetzen muss. Das geht zumindest aus einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf hervor, auf das die Einbruchs-Initiative "Nicht bei mir" verweist (Az.: I-4 U 195/07). Allerdings sieht das nicht jedes Gericht so. Das OLG Celle (Az.: 8 U 190/14) entschied, dass der Betroffene nicht zwangsläufig den Versicherungsschutz verliert.