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| 16:40 Uhr

Warnstreiks: Jetzt wird Busverkehr in Potsdam ausgebremst

In sechs Bundesländern gibt es Warnstreiks. Foto: Axel Heimken
In sechs Bundesländern gibt es Warnstreiks. Foto: Axel Heimken
Beeskow. Im Tarifkonflikt mit den kommunalen Verkehrsunternehmen lässt die Gewerkschaft die Muskeln spielen. Am Dienstag, 14. Februar, hat ein Warnstreik der Busfahrer den Kreis Oder-Spree. Am Mittwoch, 15. Februar, soll Potsdam bestreikt werden. dpa

Unmittelbar nach dem Warnstreik in Oder-Spree hat die Gewerkschaft Verdi im Tarifkonflikt bei den kommunalen Verkehrsbetrieben in Brandenburg erneute Arbeitsniederlegungen angekündigt. Am Mittwoch soll der öffentliche Personen-Nahverkehr in Potsdam und Umgebung lahmgelegt werden. Nach Angaben von Verdi-Verhandlungsführer Marco Pavlik sollen Busse und Straßenbahnen des Verkehrsbetriebs in Potsdam am Mittwochmorgen in der Zeit von 3.30 bis 9 Uhr in den Depots bleiben. Zugleich soll auch Regiobus Potsdam-Mittelmark bestreikt werden.

Es ist in der aktuellen Tarifrunde bereits der fünfte Warnstreik. In der vergangenen Woche waren bereits der Nahverkehr im Havelland und in Frankfurt (Oder) bestreikt worden. Ende Januar gab es einen Warnstreik in der Stadt Brandenburg.

Zuletzt blieben am Dienstagmorgen in Oder-Spree die meisten Busse in den Depots. "37 von 31 Linien wurden bestreikt. Vier Busfahrer in Fürstenwalde und zwei in Erkner beteiligten sich nicht am Warnstreik", erklärte Pavlik. Auch die Schüler waren von dem Warnstreik betroffen, da sie auf die normalen Linienbusse angewiesen sind. Verdi hatte insgesamt 180 Beschäftigte der Busverkehr Oder-Spree GmbH zu dem Ausstand aufgerufen.

Die Gewerkschaft fordert in der laufenden Tarifrunde für den öffentlichen Nahverkehr in Brandenburg eine angemessene Lohnsteigerung, die nicht näher beziffert ist, und eine Erhöhung des Weihnachtsgeldes von derzeit 512 Euro auf 750 Euro. Die Arbeitgeber wollen nach Angaben von Verdi nur den Einstiegslohn für Bus- und Straßenbahnfahrer von derzeit 1900 Euro um rund 112 Euro anheben und hätten für die übrigen Beschäftigten Lohnsteigerungen im Wert von 0,8 Prozent angeboten.

Der Kommunale Arbeitgeberverband hatte hingegen erklärt, das vorgelegte Angebot führe zu 5,5 Prozent höheren Personalkosten innerhalb von zwei Jahren und reize die finanziellen Möglichkeiten bereits aus. Am Donnerstag kommen die Parteien in der Schorfheide zur nächsten Verhandlungsrunde zusammen.