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| 02:52 Uhr

Wald in der Mark kränkelt wieder

Berlin/Potsdam. Dem Wald in Berlin geht es weiterhin schlecht, sein Zustand hat sich jedoch etwas gebessert.

Zu diesem Ergebnis kommt der Waldzustandsbericht 2008, den die Länder Berlin und Brandenburg jetzt veröffentlichten. Bei den vergleichsweise gesunden Wäldern in Brandenburg geht der Trend demnach in die entgegengesetzte Richtung: Dort nahmen die deutlichen Schäden zu. Der Wald in der Region hatte sich bis Ende der 90er-Jahre erholt, danach verschlechterte sich der der Zustand wieder. Besonders der extrem heiße Sommer 2003 hatte den Bäumen geschadet.

"Der positive Trend darf uns jedoch vor dem Hintergrund des Klimawandels nicht beruhigen", teilte die Berliner Stadtentwicklungs-Staatssekretärin Maria Krautzberger mit. Immer häufigere extreme Witterungen brächten steigende Risiken für die Wälder in der Region. Die Stickoxid-Belastung durch den Straßenverkehr müsse gesenkt werden, forderte Krautzberger.

In Berlin sind den Angaben zufolge 29 Prozent des Waldes deutlich geschädigt - die Experten sprechen von mittelstarken oder starken Schäden bis hin zu abgestorbenen Bäumen. Der niedrigere Stand von vor 2003 ist damit aber noch nicht erreicht. Vor der Jahrtausendwende hatte die Quote sogar mehrere Jahre 20 Prozent nicht überschritten. Günstige Witterungsbedingungen haben besonders den Eichen in den Hauptstadtwäldern gut getan, bei denen aber mit 57 Prozent (minus zwölf Prozent) immer noch mehr als die Hälfte deutlich geschädigt sind. Bei den Kiefern ergibt sich insgesamt ein besseres Bild.

Brandenburgs Wälder stehen deutlicher besser da als die Berliner, jedoch gab es nach einem Rückgang 2007 in diesem Jahr wieder eine Zunahme der deutlich geschädigten Waldflächen auf 16 Prozent (plus 4 Prozent). In den Jahren um die Jahrtausendwende hatte die Mark noch mit einstelligen Werten glänzen können. Bundesweit war in den vergangenen Jahren die Quote der geschädigten Flächen auf 25 Prozent zurückgegangen.