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Herunterfallende Äste
Wälder sind nach Sturm „Friederike“ lebensgefährlich

Ein großer Nadelbaum liegt am 21.01.2018 in Folge des Sturms "Friederike" quer über einem Waldweg.
Ein großer Nadelbaum liegt am 21.01.2018 in Folge des Sturms "Friederike" quer über einem Waldweg. FOTO: Bernd Thissen / dpa
Torgau/Cottbus.. Das Sturmtief „Friederike“ hat in der vergangenen Woche Spuren in den Lausitzer Wäldern hinterlassen. Experten warnen. In Sachsen ist das Betreten jetzt teilweise verboten.

Nach dem Sturmtief „Friederike“ ist das Betreten der nordsächsischen Wälder bis auf weiteres untersagt. Grund seien die schweren Sturmschäden, teilte das Landratsamt in Torgau am Dienstag mit. „In allen Gemarkungen aller Städte und Gemeinden ist das Betreten des Waldes sowie sämtlicher Waldflächen auf Grund des erfolgten Windwurfes und Windbruches und der daraus resultierenden extremen Gefahr herabstürzender gebrochener Baumkronen, entwurzelter, angeschobener und hängender Bäume für jedermann untersagt“, heißt es in der Allgemeinverfügung von Landrat Kai Emanuel (CDU). Zuwiderhandlungen können mit Geldbußen von bis zu 10 000 Euro geahndet werden.

Auch in Brandenburg warnt das Umweltministerium weiter vor dem Betreten der Wälder. Nach dem Sturm sei vor allem abseits der Waldwege die Gefahr herunterfallender Äste nach wie vor hoch. Ebenso in Ostsachsen: „Es herrscht Lebensgefahr. Gehen Sie in den kommenden Tagen nicht in den Wald“, appelliert ein Sprecher der Landesforsten.

Das Orkantief hat in Brandenburg vor allem im Süden zu erheblichen Schäden geführt. Nach einer Bilanz des Innenministeriums zählten Feuerwehren, Rettungsdienste und die Polizei am Donnerstag rund 600 witterungsbedingte Einsätze.

(dpa/bob)