Mit intensiven Suchen, verstärkter Bejagung und umfassenden Untersuchungen toter Wildschweine will sich Brandenburg gegen die Afrikanischen Schweinepest wappnen. Auch über das Aufstellen von mobilen Wildschutzzäunen wird nachgedacht, wie Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Dienstag in Potsdam mitteilte. Erste Zäune habe das Land bereits angeschafft. Über den Einsatz wollen man sich mit Polen, den daran angrenzenden Bundesländern und dem Bund abstimmen.

„Noch gibt es in Brandenburg keinen ASP-Fall. Wir sind aber für den Ernstfall gerüstet“, sagte Nonnemacher. Das Virus war zuletzt bei einem toten Wildschwein in der Nähe von Nowogrod Bobrzanski in der polnischen Woiwodschaft Lebus gefunden worden. Der Ort liegt rund 40 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt.

Sachsen hat in der vergangenen Woche in einer Großübung schon einmal für den Ernstfall geprobt.

Schirgiswalde

In den Landkreisen werden derweil schon Notfallpläne erarbeitet. So etwa in Dahme-Spreewald. In Spree-Neiße wurden die Jagdintensität auf das Schwarzwild erhöht.