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| 10:37 Uhr

Vorerst kein lokaler Internet-Zugang in Regionalzügen

In den Regionalzügen in Brandenburg und Berlin müssen Fahrgäste noch länger auf lokale Funknetze (WLAN) mit stabilem Internet-Zugang warten.
In den Regionalzügen in Brandenburg und Berlin müssen Fahrgäste noch länger auf lokale Funknetze (WLAN) mit stabilem Internet-Zugang warten. FOTO: Rainer Jensen (dpa)
Berlin. Wer sich eine stabile Verbindung zum Internet auch in Regionalzügen Brandenburgs wünscht, muss sich noch eine Weile gedulden. Der Verkehrsverbund will WLAN zunächst nicht von den Bahnunternehmen verlangen. Dafür gibt es einen simplen Grund. dpa

In den Regionalzügen in Brandenburg und Berlin müssen Fahrgäste noch länger auf lokale Funknetze (WLAN) mit stabilem Internet-Zugang warten. Hauptgrund dafür ist nach Angaben des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) die ungeklärte Finanzierung. Bei den Ausschreibungen für die regionalen Streckennetze könne man WLAN als Bedingung nicht aufnehmen, „solange wir keine Planungssicherheit haben“, sagte VBB-Sprecherin Elke Krokowski. Der Verkehrsverbund als Bestellerorganisation für den öffentlichen Nahverkehr sei auf die sogenannten Regionalisierungsmittel des Bundes angewiesen.

Bund und Länder haben sich bislang nicht darauf einigen können, wie hoch dieser Zuschuss in den kommenden Jahren sein wird. Die Länder hatten für dieses Jahr 8,5 Milliarden Euro gefordert und dann eine jährliche Erhöhung um zwei Prozent. Der Bundestag bewilligte für 2015 wie im Vorjahr lediglich 7,4 Milliarden Euro.

Die nächsten Ausschreibungsverfahren in Brandenburg beginnen Ende 2016, wie Krokowski berichtete. Von Überlegungen, für die Neuvergabe der Regionalbahn-Linien 46 (Cottbus-Forst) und 65 (Cottbus-Zittau) von 2018 an WLAN zu verlangen, habe man Abstand genommen. „Die Netzabdeckung an diesen Strecken ist zu schwach“, sagte sie zur Begründung. Die Deutsche Bahn bietet einen kostenlosen Internet-Zugang bislang lediglich in ICE-Fernzügen in der 1. Klasse an. Die 2. Klasse soll im Laufe des Jahres 2016 folgen.