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| 12:05 Uhr

Landwirtschaft
Vogelsänger: Ostländer durch EU-Agrarreform benachteiligt

Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger kritisiert die erneute Diskussion um große und kleine Betriebe.
Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger kritisiert die erneute Diskussion um große und kleine Betriebe. FOTO: Bernd Settnik
Potsdam. Die EU-Vorschläge zur Agrarreform nach 2020 verlangen aus Sicht von Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) eine einheitliche Position der Bundesländer. Die Bundesregierung hätte dann ein starkes Verhandlungsmandat in Brüssel, betonte er am Mittwoch in einer Mitteilung.

Vogelsänger kritisierte, dass es wieder eine Diskussion um große und kleine Betriebe gebe. Die Vorschläge benachteiligten die in den neuen Ländern gewachsenen Strukturen. „Dies lehnen wir ab“, sagte der Minister. Mit EU-Mitteln unterstützte Betriebe und Arbeitsplätze gingen verloren.

Es dürften auch nicht auf der einen Seite ehrgeizige Ziele im Umwel- und Klimaschutz gesetzt werden, andererseits weniger Gelder zur Verfügung stehen, so der Agrarminister weiter. Er sehe auch keinen Bürokratieabbau: Der Arbeitsaufwand für die Landwirte bei der Beantragung von Fördermitteln sei weiter zu hoch, hieß es.

Auf Vorschlag Brandenburgs hatten sich am Rande der Grünen Woche bereits die Ressortchefs der neuen Länder und die Spitzen der fünf Landesbauernverbände getroffen. Im Juni soll es ein weiteres Gespräch geben. Vereinbart wurde ein 10-Punkte-Papier zur Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik. Darin wird unter anderem die Kappung der Direktzahlungen abgelehnt. Außerdem soll das Geld in den jeweiligen Regionen bleiben.

(dpa)