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| 05:50 Uhr

Update: Schwerer Unfall bei Klein Köris
Vier Radfahrer überrollt – Eine Frau gestorben

Klein Köris . Zwei Paare aus Berlin sind am Sonntagnachmittag mit ihren Fahrrädern bei Klein Köris unterwegs, als ein Auto die Gruppe auf einer Bundesstraße erfasst. Am Montag ist eine der verletzten Frauen im Krankenhaus gestorben.

Nach einem schweren Unfall auf einer Bundesstraße in Brandenburg befinden sich die lebensgefährlich verletzten Radfahrer weiterhin in einem kritischen Zustand. Eine der beiden verletzten Frauen ist im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erlegen. Das hat die Polizei am Montagnachmittag mitgeteilt.

Alle Opfer schweben weiter in Lebensgefahr, wie eine Polizeisprecherin am Montag sagte. Ein 81 Jahre alter Autofahrer hatte am Sonntag mit seinem Wagen die Radfahrer auf der B 179 bei Klein Köris von hinten erfasst.

Was die genaue Ursache für den Unfall ist, blieb bislang ungeklärt. Zeugen sagten nach Polizeiangaben aus, dass der Autofahrer zu weit rechts gefahren sei und die vier Radfahrer am Rande der Bundesstraße in voller Fahrt von hinten getroffen habe.

Das Auto und die Fahrräder wurden demnach sichergestellt und sollen begutachtet werden. Auch werde es weitere Zeugenbefragungen geben, hieß es. Unter den Zeugen seien Autofahrer, die das Unfallgeschehen beobachtet hätten. Teilweise standen Zeugen am Sonntag unter Schock, wie die Polizeisprecherin sagte. Auch der 81 Jahre alte Autofahrer erlitt den Angaben zufolge einen Schock und musste stationär behandelt werden. Er sei noch nicht vernommen worden.

Bei den verletzten Radfahrern handelt es sich laut Polizei um zwei Paare aus Berlin: Eine 55-Jährige und ihren gleichaltrigen Ehemann sowie eine 51-Jährige und einen 64-Jährigen. In der Nähe des Unfallortes gebe es ein Gartengrundstück, das jemanden von den Opfern gehöre, sagte die Sprecherin. Es blieb unklar, ob die Paare möglicherweise dorthin fahren wollten oder von dort gekommen waren.

Die Spurensicherung am Unfallort sei am Sonntag abgeschlossen worden, sagte die Polizeisprecherin. Dazu sei auch die Prüfgesellschaft Dekra herangezogen worden.

In Brandenburg gab es laut dem Bundesverband Allgemeiner Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in den vergangenen Jahren nicht signifikant mehr Radunfälle auf Bundesstraßen. „Auf Bundesstraßen Rad zu fahren ist für Alltags- und Tourenradler eher unattraktiv“, sagte ADFC-Sprecherin Stephanie Krone.

Jedoch liege das Bundesland beim Ausbau von Radwegen an Bundesstraßen deutlich hinter dem Bundesdurchschnitt. Nur 35 Prozent der Brandenburger Bundesstraßen sind laut dem Verein mit Radwegen ausgestattet. Im Bundesdurchschnitt seien es 44 Prozent.

Zwar müssten nicht alle Bundesstraßen mit Radwegen ausgestattet werden. „Dort, wo viel Radverkehr zu erwarten ist, sollte es aber Ausweichrouten abseits des schnellen Autoverkehrs geben – oder gute, separierte Radwege entlang der Bundesstraße.“ fh/dpa

(dpa)