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| 10:20 Uhr

Fahndungserfolg
Vermeintliche Bankomatensprenger melden sich bei der Polizei

 Die Soko „Geld“ des LKA kann möglicherweise bald eine weitere Attacke auf Geldautomaten aufklären.
Die Soko „Geld“ des LKA kann möglicherweise bald eine weitere Attacke auf Geldautomaten aufklären. FOTO: picture-alliance/ ZB / Nestor Bachmann
Potsdam. Das ging schnell: Zwei Männer, nach denen die Brandenburger Polizei seit Freitag mit Blitzerfotos fahndet, haben sich gestellt. Nun bleibt die Frage: Sind sie auch die gesuchten Geldautomatensprenger? Von Bodo Baumert

Ein Blitzerfoto könnte zwei mutmaßlichen Geldautomatensprenger zum Verhängnis geworden sein. Am Freitag veröffentlichte das Brandenburger LKA das Foto – zusammen mit einem weiteren Blitzerfoto – und schon am Wochenende haben sich die beiden Männer bei der Polizei selbst gemeldet. „Sie kamen am Samstag und am Montag in Begleitung ihrer Rechtsanwälte zur Polizei in Berlin und erklärten, sich auf den veröffentlichten Fotos erkannt zu haben“, erläutert Polizeisprecherin Stefanie Klaus.

Nun werden die beiden Verdächtigen zur Sache vernommen. Ob sie auch die Attacke auf einen Geldautomaten in Neuenhagen zugeben, bleibt abzuwarten. „Die Ermittler wollen zum Ergebnis der Befragungen derzeit nichts sagen“, so Stefanie Klaus. Die Ermittlungen würden fortgesetzt.

Auch aus der Bevölkerung seien nach der Veröffentlichung der Blitzerfotos wertvolle Hinweise eingegangen, berichtet die Polizei. Ob einer davon zur Erhellung des Tathergangs führen kann, bleibt abzuwarten.

Immer wieder Attacken auf Geldautomaten

Geldautomatensprenger halten die Polizei in Brandenburg seit mehreren Jahren in Atem. Zuletzt war es – auch dank mehrere Ermittlungserfolge – gelungen, die Welle der Attacken weitgehend zu stoppen. Neben einer deutschlandweit agierenden Bande aus den Niederlanden, wurden in Brandenburg bisher mehrere polnische und einheimische Tätergruppen ausfindig gemacht. Zuletzt gelang der Polizei in Görlitz und Polen ein Schlag gegen eine Sprengtruppe.