Nach einer Serie von Vergewaltigungen junger Frauen in Berlin und Brandenburg hat der Angeklagte zum Prozessauftakt die Taten pauschal gestanden. Der 30-Jährige ließ am Mittwoch, 17. Februar, über seinen Verteidiger erklären, er räume die Taten ein und bereue sie aufrichtig.
Die Verhandlung am Landgericht der Hauptstadt dauerte etwa eine halbe Stunde. Zeugen waren zunächst nicht geladen. Dem Angeklagten werden sechs Vergewaltigungen, eine versuchte Vergewaltigung sowie Körperverletzung und versuchte räuberische Erpressung vorgeworfen.
Über Wochen hinweg hatten im Sommer 2020 gewalttätige Übergriffe auf Frauen überwiegend im Berliner Südwesten große Verunsicherung und Besorgnis ausgelöst. Laut Anklage soll der mutmaßliche Täter sieben junge Frauen im Alter zwischen 14 und 27 Jahren meist auf entlegenen Wegen überfallen haben.

Sommer 2020: Vergewaltiger griff Frauen in Berlin und Brandenburg an

Zu sechs Taten soll es im Juni und Juli 2020 südlich des Wannsees in Berlin und in Brandenburg gekommen sein, zur siebten Tat in Bernau. Der mutmaßliche Täter soll die Frauen von hinten gepackt, gewürgt, einige auch mit einem Messer bedroht haben. Er habe sie in entlegenere Gebiete gezerrt und vergewaltigt.