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| 17:13 Uhr

Staatsanwaltschaft sieht Erfolge im Kampf gegen ausländische Banden
A15 ist Diebesbanden mittlerweile zu „heiß“

 Kuriere, die gestohlene Autos nach Polen bringen wollen, gehen auf der A15 immer häufiger der Polizei ins Netz.
Kuriere, die gestohlene Autos nach Polen bringen wollen, gehen auf der A15 immer häufiger der Polizei ins Netz. FOTO: Bundespolizeidirektion Berlin
Frankfurt (Oder). Dass ausländische Diebesbanden in Brandenburg nicht mehr so häufig zuschlagen, ist aus Sicht der Staatsanwaltschaft auf den hohen Verfolgungsdruck zurückzuführen. So meiden ausländische Täter mittlerweile ganz bewusste Autobahnen wie die A15.

Zunehmender Verfolgungsdruck auf Diebesbanden im Grenzgebiet zu Polen zahlt sich aus Sicht des zuständigen Brandenburger Staatsanwalts aus. Banden- oder gewerbsmäßiger Diebstahl von Autos oder Solarmodulen sei auch aus diesem Grund in der polizeilichen Kriminalstatistik rückläufig, sagte Staatsanwalt Peter Sostaric am Donnerstag in Frankfurt (Oder). Die dort ansässige Staatsanwaltschaft ermittelte im vergangenen Jahr in 524 Verfahren zu diesen Verbrechen. Das waren knapp 30 mehr als 2017 und ähnlich viele wie 2016.

Die Zahl der Verfahren sage aber nichts über die Zahl der Delikte aus, da mal einzelne, mal mehrere Fälle in einem Verfahren stecken können, hieße es.

Brandenburg ist Transitland für Kriminelle

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) ist Schwerpunktabteilung für organisierte Kriminalität im Land Brandenburg. Die Mark sei in erster Linie Transitland für Diebesgut gen Osten, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Lange. Sostaric zufolge meiden die meist ausländischen Täter mittlerweile die klassischen Transitrouten A12 Berlin-Frankfurt (Oder) und die „Spreewaldautobahn“ A15.

Die Abteilung Organisierte Kriminalität der Schwerpunktstaatsanwaltschaft führte nach Angaben von Oberstaatsanwalt Frank Seidel im vergangenen Jahr 209 Verfahren gegen etwa 400 Beschuldigte, ähnlich viele wie in den Vorjahren. Allein 52 Fälle betrafen die Sprengung von Geldautomaten in Brandenburg, begangen von „einer Handvoll zumeist ausländischen Banden“, sagte Seidel.

Andere Verfahren befassten sich mit dem Drogenhandel, der seinen Angaben nach von Rockergruppen, aber auch von arabischen, tschetschenischen oder albanischen Banden organisiert werde.

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(dpa/bob)