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| 10:32 Uhr

Verfassungsschutz registriert mehr gewaltbereite Neonazis

Die Teilnehmer einer Kundgebung der rechtsextremen NPD reagieren am 01.05.2015 in Erfurt (Thüringen) auf die Rufe der Gegendemonstranten.
Die Teilnehmer einer Kundgebung der rechtsextremen NPD reagieren am 01.05.2015 in Erfurt (Thüringen) auf die Rufe der Gegendemonstranten. FOTO: Sebastian Kahnert (dpa-Zentralbild)
Potsdam. Neonazis sind seit Jahren ein großes Problem in Brandenburg. Mit Verboten und gezielter Zusammenarbeit von Kommunen und Polizei ist einiges gelungen - doch die Gefahr bleibt. (dpa/bb)

Brandenburgs Neonaziszene ist im vergangenen Jahr wieder gewachsen. Außerdem haben die Verfassungsschützer mehr gewaltbereite Rechtsextremisten beobachtet. Dies geht nach Angaben des Innenministeriums aus dem Bericht des Verfassungsschutzes für 2014 hervor. Details wollen Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) und der Leiter der Abteilung Verfassungsschutz, Carlo Weber, am Mittwoch (11.00) in Potsdam vorstellen.Sorgen bereitet den Ermittlern zudem eine neue Entwicklung in Brandenburg: Zunehmend organisieren sich Neonazis in sogenannten Bruderschaften, die dem Auftreten und den Ritualen von Rockern gleichen.Die Bekämpfung des Rechtsextremismus ist in Brandenburg seit Jahren ein zentrales Thema. In kaum einen anderem Bundesland entsteht beispielsweise so viel rechtsextremistische Musik. Mit dem Zustrom von Flüchtlingen im Land haben Behörden und Opfervereine zudem eine deutliche Zunahme von rassistischer Gewalt beobachtet.