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Verdi weitet unbefristeten Streik im Brandenburger Nahverkehr aus

Potsdam. Die Gewerkschaft Verdi weitet den Streik im Öffentlichen Personennahverkehr in Brandenburg aus und erhöht damit den Druck auf die kommunalen Arbeitgeber. Nach dem Auftakt in der Uckermark und in Ostprig nitz-Ruppin sollen am Dienstag auch Busse und Straßenbahnen in Frankfurt (Oder) und im Kreis Barnim stehenbleiben, teilte Verdi-Verhandlungsführer Marco Pavlik am Montag mit. dpa/roe

Damit würden ab Dienstag kommunale Verkehrsbetriebe in drei Landkreisen und einer kreisfreien Stadt bestreikt.

Verdi hatte zu dem unbefristeten Streik aufgerufen, nachdem 93 Prozent der Mitglieder sich in einer Urabstimmung dafür ausgesprochen hatten. Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von 120 Euro brutto im Monat. Die Arbeitgeber haben 45 Euro angeboten.

Wegen eines Warnstreiks fallen an der Berliner Charité ab Montagfrüh zahlreiche geplante Behandlungen aus. Etwa 400 Operationen hat das Klinikum bereits abgesagt. Verdi hat alle Mitarbeiter zu einem Ausstand bis zur Nacht auf Mittwoch aufgerufen, um Druck bei den Verhandlungen mit der Klinikleitung zu machen. Am Dienstag wollen auch Beschäftigte des Deutschen Herzzentrums Berlin für bessere Arbeitsbedingungen streiken.