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Urlaubs-Absage des Kanzlers in Italien hat finanzielles Nachspiel

Berlin.. Die Urlaubsabsage von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) nach den deutsch-italienischen Querelen seit Anfang Juli hat ein finanzielles Nachspiel.

Ein unmittelbar betroffenes Hotel im Adria- Ort Pesaro, in dem Schröders Sicherheitsbeamte wohnen sollten, soll eine Entschädigung erhalten. Aus der Bundesregierung verlautete am Samstag, der dem Hotel entstandene Schaden werde beglichen. In solchen Fällen seien Stornogebühren üblich.
Mit dem Hotel werde verhandelt - das Management verhalte sich verständnisvoll und entgegenkommend, hieß es in Berlin. Eine vom Münchner Magazin "Focus" genannte Schadenssumme von bis zu 50 000 Euro wurde indes zurückgewiesen. Schon jetzt sei klar, dass die zu zahlende Summe weit darunter liege.
Das Magazin berichtet, die Leitung des Vier-Sterne-Hotels "Flaminio" in Pesaro habe den durch Schröders Absage entstandenen Schaden auf diese Höhe beziffert. 25 der 78 Hotelzimmer seien rund einen Monat reserviert gewesen - jetzt stünden sie leer.
Der Kanzler selbst hätte nicht in dem Hotel gewohnt, sondern in der benachbarten Villa seines Künstlerfreundes Bruno Bruni. Von der Regierung hieß es, dass Schröder selbstverständlich seinen Urlaub selbst bezahle. (dpa/ta)