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| 14:55 Uhr

Mehr als 170 Feuerwehr-Einsätze
Unwetter in der Lausitz: Blitz setzt Wohnhaus in Schlieben in Brand

 Unwetter mit Folgen: Ein Blitzeinschlag hat am Samstagabend den Dachstuhl eines Wohnhauses im Schliebener Ortsteil Frankenhain in Brand gesetzt.
Unwetter mit Folgen: Ein Blitzeinschlag hat am Samstagabend den Dachstuhl eines Wohnhauses im Schliebener Ortsteil Frankenhain in Brand gesetzt. FOTO: Feuerwehr / Feuerwehrf
Cottbus/Dresden. Das Unwetter in der Nacht zum Sonntag hat den Lausitzer Feuerwehren von Samstagabend bis Sonntagvormittag mehr als 170 Einsätze beschert. In Schlieben ist ein Blitz in ein Wohnhaus eingeschlagen.

Schlieben, Hohenbucko, Frankenhain, Stechau und dem Amt Elbe-Elster aus, waren mit bis zu 18 Einsatzfahrzeugen vor Ort, um das Feuer zu löschen, wie die Leitstelle Lausitz informiert. Die fünf anwesenden Bewohner konnten unverletzt das Haus verlassen.

Erst kurz vor drei Uhr am Sonntagmorgen war der Einsatz beendet, da die Feuerwehr immer wieder auf Glutnester stieß, die abgelöscht werden mussten. Die beiden Doppelhaushälften sind derzeit nicht bewohnbar. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt.

Abgesehen davon waren es laut Leitstelle Lausitz zwar viele, aber kleinere Einsätze, die es infolge des Unwetters abzuarbeiten galt. So mussten immer wieder Bäume von Straßen geräumt werden. Verletzt wurde niemand. In Elsterwerda konnten die hölzernen Verkaufsbuden des Regionalmarktes am Bahnhof dem Wind nicht mehr standhalten und kippten um.

Auch in der Oberlausitz hielt sich das Einsatzgeschehen in Grenzen, wie die Leitstelle Ostsachen informiert. So mussten die Wehren ebenfalls vor allem Bäume von der Straße räumen. Außerdem wurden die Einsatzkräfte nach Boxberg gerufen, weil dort ein Blitz in einen Baum eingeschlagen haben soll, jedoch bestätigte sich das vor Ort nicht.

     Der Anhänger eines Autotransporters, der mit einem Kleinbus beladen war, ist am Sonntagmorgen auf der A13 In Richtung Dresden in Höhe der Abfahrt Schönborn umgekippt. Heftige Böen könnten dies mit verursacht haben.
Der Anhänger eines Autotransporters, der mit einem Kleinbus beladen war, ist am Sonntagmorgen auf der A13 In Richtung Dresden in Höhe der Abfahrt Schönborn umgekippt. Heftige Böen könnten dies mit verursacht haben. FOTO: Mirko Sattler

Auf der A13 in Höhe der Abfahrt Schönborn ist am Sonntagmorgen gegen 6 Uhr der Anhänger eines rumänischen Autotransporters, der mit einem Kleinbus beladen war, ins Schlingern gekommen. Auch hier könnten starker Böen aufgrund des Unwetters eine Rolle gespielt haben. Feuerwehr und Polizei konnten dazu keine Angaben machen.

Der Anhänger stürzte mit seiner Ladung um und blockierte beide Fahrspuren. Der Fahrer wurde nur leicht verletzt. Die Autobahn war aufgrund der Rettungs- und Bergungsarbeiten zwei Stunden voll gesperrt .Der Verkehr wurde an der Abfahrt Schönborn abgeleitet.

Wegen des starken Gewitters ist die Berliner Feuerwehr am späten Samstagabend zu 56 Einsätzen ausgerückt. Einen größeren

Einsatz gab es in Zehlendorf, wie ein Sprecher der Feuerwehr am Sonntagmorgen sagte. Dort war in einem Haus, das gerade renoviert wurde, das Dach abgedeckt und nur mit einer Folie verschlossen. Da diese bei dem Gewitter beschädigt wurde, sei im Haus ein erheblicher Wasserschaden entstanden. Die Feuerwehr habe das Dach notdürftig abgedeckt. Insgesamt sei es aber verhältnismäßig ruhig geblieben.

Wie der Sprecher der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg, Daniel Tolksdorf, berichtete, konnten mehrere Maschinen in Schönefeld nicht landen und mussten nach Dresden, Leipzig und Hannover ausweichen.

Stürmisch soll das Wetter diese Woche in Berlin und Brandenburgnicht mehr werden, aber heiß und sonnig. Am Mittwoch sind Temperaturen von bis zu 34 Grad möglich.

(lsc)