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| 01:04 Uhr

Unterricht in humanistischer Lebenskunde gefordert

Potsdam/Karlsruhe.. Knapp ein Jahr nach der Neuregelung zum Religionsunterricht an Brandenburgs Schulen will der Humanistische Verband heute in Karlsruhe Verfassungsbeschwerde gegen das Schulgesetz einlegen.

Die Beschwerden seien notwendig geworden, nachdem die Landesregierung es wiederholt ablehnte, den Verband und nichtchristliche Schüler und Eltern mit den Kirchen und christlichen Schülern gleich zu behandeln, teilte der Verband gestern mit.
Ein Unterricht in Humanistischer Lebenskunde an den Schulen des Landes werde verweigert, sagte der Vorsitzende des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg (HVBB), Gerd Wartenberg, gestern. Dies sei eine Diskriminierung.
Der Verfassungsbeschwerde schließen sich laut HVBB vier Familien an. In Berlin ist der humanistische Lebenskundeunterricht den Angaben zufolge seit mehr als 20 Jahren mit dem Religionsunterricht gleichberechtigt. Mehr als 32 000 Schüler nähmen daran teil.
Das Fach sei eine Alternative zum Religionsunterricht und "keine Konkurrenz zu dem religiös-weltanschaulich neutralen Fach" Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde (LER) betonte Gerd Wartenberg. "Wir unterstützen LER als Pflichtfach nicht nur in Brandenburg nachdrücklich, sondern befürworten seine Einführung auch in Berlin." In Brandenburg sind nur gut 20 Prozent der Schüler konfessionell gebunden. (dpa/gb)