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| 11:49 Uhr

Verbände stellen Pläne zu Strukturwandel vor
Bund soll Wandel in Lausitz finanziell stärker unterstützen

Der Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg, Christian Amsinck, betonte, der von der Bundesregierung für alle vom Kohleausstieg betroffenen Regionen für den Strukturwandel angesetzte Betrag von 1,5 Milliarden Euro sei  „viel zu gering angesetzt“.
Der Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg, Christian Amsinck, betonte, der von der Bundesregierung für alle vom Kohleausstieg betroffenen Regionen für den Strukturwandel angesetzte Betrag von 1,5 Milliarden Euro sei „viel zu gering angesetzt“. FOTO: Benjamin Lassiwe
Potsdam. Der Unternehmensverband Berlin-Brandenburg stellt in Potsdam seine Ideen für die Lausitz nach dem Ausstieg aus der Kohle vor.

In der Lausitz „gibt es eine realistische Chance, einen erfolgreichen Strukturwandel mit neuen Wertschöpfungsketten hinzubekommen.“ Das sagte der Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg, Christian Amsinck, am Freitag in Potsdam. Der Strukturwandel dürfte aber nicht auf die leichte Schulter genommen werden: So sei der von der Bundesregierung für alle vom Kohleausstieg betroffenen Regionen angesetzte Betrag von 1,5 Milliarden Euro „viel zu gering angesetzt.“ Der Betrag müsse deutlich oberhalb dieser Marke angesetzt werden. „Die Lausitz erbringt eine Aufgabe für die gesamte Bundesrepublik“, sagte Amsinck. „Dann muss das auch so behandelt werden, und nicht unter ferner liefen.“

Der Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbands erinnerte daran, dass in der Lausitz 20 000 industrielle oder industrienahe Arbeitsplätze direkt oder indirekt mit Energiebranche verbunden seien. Dies sei ein Viertel der Wirtschaftsleistung Brandenburgs. „Das ist der Maßstab“, sagte Amsinck. „Darunter dürfen wir nicht gehen, wenn wir nicht komplett die Leistungsfähigkeit der Lausitz in Frage stellen wollen.“

Amsinck sprach sich für eine engere Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft in der Region aus. Hierfür sollten in den nächsten Jahren rund 100 Millionen Euro vom Bund zur Verfügung gestellt werden.

(iwe)