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Unbefristeter Streik von kommunalen Bussen und Trams ab Ende April

Potsdam. Die Brandenburger müssen sich auf einen unbefristeten Streik der Bus- und Straßenbahnfahrer ab Ende April einstellen. Die Tarifkommission habe die Verhandlungen mit den Arbeitgebern über Lohnerhöhungen für die rund 3000 Beschäftigten der kommunalen Verkehrsbetriebe für gescheitert erklärt und die Urabstimmung eingeleitet, teilte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft verdi, Marco Pavlik, mit. dpa/uf

Verdi fordert eine Lohnerhöhung von 120 Euro monatlich brutto für alle Entgeltgruppen, das entspreche einer Erhöhung von 5,2 bis 5,6 Prozent. "Da dieses am Verhandlungstisch nicht möglich ist, müssen wir einen für uns tragbaren Kompromiss erstreiken", erklärte Pavlik. Die Arbeitgeber hatten zuletzt vier Prozent mehr in zwei Schritten und eine Einmalzahlung von 180 Euro angeboten.

Die Löhne sollten danach in diesem Jahr und 2016 jeweils ab Mai um mindestens 45 Euro steigen. Das sei mehr, als die Gewerkschaft gerade für den öffentlichen Dienst der Länder erreicht habe, hatte der Kommunale Arbeitgeberverband Brandenburg (KAV) nach der dritten Verhandlungsrunde betont. Aus Sicht von KAV-Verhandlungsführer Klaus Klapproth ist die Einigung in erster Linie an der Forderung der Gewerkschaft gescheitert, ausschließlich den verdi-Mitgliedern eine jährliche Urlaubsbeihilfe von 400 Euro zuzüglich 50 Euro pro Kind zu gewähren.