| 12:14 Uhr

Landtag Brandenburg
Umweltminister bedauert Wisent-Abschuss

ARCHIV - Ein Wisent steht auf einer Weide am 05.06.2012 im Nationalpark Unteres Odertal in Criewen (Uckermark). Eigentlich ist der Wisent in Deutschland streng geschützt, aber in Ostbrandenburg wurde ein freilaufendes Tier trotzdem abgeschossen. Der Fall hat auch in Polen hohe Wellen geschlagen. (zu dpa-KORR «Abgeschossener Wisent bleibt Reizthema» vom 24.09.2017) Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
ARCHIV - Ein Wisent steht auf einer Weide am 05.06.2012 im Nationalpark Unteres Odertal in Criewen (Uckermark). Eigentlich ist der Wisent in Deutschland streng geschützt, aber in Ostbrandenburg wurde ein freilaufendes Tier trotzdem abgeschossen. Der Fall hat auch in Polen hohe Wellen geschlagen. (zu dpa-KORR «Abgeschossener Wisent bleibt Reizthema» vom 24.09.2017) Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Patrick Pleul / dpa
Potsdam. Späte Reue im Landtag: Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) hat die Tötung eines freilaufenden Wisents bei Lebus im Landkreis Märkisch-Oderland bedauert. Die Kommunalverwaltung hatte das Tier abschießen lassen. dpa

Er hätte sich eine andere Entscheidung der Behörden gewünscht, sagte Vogelsänger am Mittwoch in der Fragestunde des Landtags in Potsdam. „Wisente sind in ganz Europa streng geschützt“, sagte Vogelsänger.

Es wäre besser gewesen, wenn die örtlichen Behörden vor dem Befehl zur Tötung des Tieres die Landesbehörden eingeschaltet hätten. Wenn künftig mehr zum Telefon statt zur Jagdwaffe gegriffen werde, sei viel erreicht. Der vermutlich aus Polen eingewanderte Wisent-Bulle war Mitte September getötet worden, weil die Behörden vor Ort eine Gefahr durch das Tier befürchteten. Laut Vogelsänger handelten die Behörden nach dem kommunalen Ordnungsrecht. Der Fall hatte auch in Polen für viel Kritik gesorgt.