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| 13:16 Uhr

Pegel sinken bedrohlich
Trockene Spree – Krisengespräche in der nächsten Wochen

Das Licht der Sonne spiegelt sich an der Oberbaumbrücke im Wasser der Spree. Wie lang ist noch genug Wasser da?
Das Licht der Sonne spiegelt sich an der Oberbaumbrücke im Wasser der Spree. Wie lang ist noch genug Wasser da? FOTO: dpa / Jens Kalaene
Berlin/Cottbus. Die Spree bereitet den Wasserwirtschaftlern zunehmend Sorge. In Berlin fließt sie teilweise schon rückwärts. Noch lässt sich das in Brandenburg ausgleichen. Aber wie lange noch?

In den nächsten Wochen entscheidet sich, ob und wie der Pegel der Spree durch Wassernachschub gehalten werden kann. Zunächst kommen am Montag Vertreter aus Berlin, Brandenburg, Sachsen und des Bundes zu Beratungen zusammen, eine Entscheidung werde aber erst für Anfang November erwartet, sagte Derk Ehlert aus der Berliner Umweltverwaltung am Freitag.

Bisher tragen Einspeisungen aus Speichern und Talsperren in Brandenburg und Sachsen dazu bei, dass der Wasserstand konstant gehalten werden kann.

Nach monatelanger Trockenheit ist der Wassernachschub bereits so gering, dass die Fließrichtung der Spree sich teilweise umgekehrt hat: „Die Spree dümpelt rückwärts“, sagte Ehlert. An manchen Stellen könne nicht mehr von einem fließenden Gewässer die Rede sein. Zumindest bis Ende des Monats sollen die Wasserreserven noch ausreichen, danach droht aber eine Schließung der Schleusen, wie in der Vorwoche bekannt geworden war. Die Schifffahrt müsste dann eingestellt werden. Die Trinkwasserversorgung ist nicht gefährdet.

Nach ausgedehnten Regenfällen, die zur Entspannung der Lage nötig wären, sieht es auch in den nächsten Tagen nicht aus: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert nur vereinzelt oder zeitweise etwas Regen. Sinkende Temperaturen bedeuten aber immerhin, dass weniger Spreewasser verdunstet.

(dpa/bob)