Im Stadtteil Berlin-Lichtenberg hat am frühen Freitagmorgen eine Mordkommission die Ermittlungen nach einem Gewaltverbrechen in einem Mehrfamilienhaus aufgenommen. Sprengstoffspezialisten des Landeskriminalamtes Berlin inspizieren nun den Tatort.
Wie Beate Ostertag, Pressesprecherin der Polizei Berlin, vor Ort berichtet, sei gegen 2.20 Uhr in der Nacht ein Notruf aus der Paul-Zobel-Straße in Berlin-Lichtenberg bei der Polizei eingegangen.
Als Polizei und Feuerwehr vor Ort eintrafen, bot sich ihnen ein schreckliches Bild. Eine 52-Jahre alte Frau ist mit massiven Verletzungen leblos aufgefunden worden. Ein Mann, dessen Identität noch ungeklärt ist, wurde schwer verletzt. Ein Notarzt und Rettungskräfte der Berliner Feuerwehr versorgten den Mann, bevor er in ein Krankenhaus gebracht werden konnte.

Angriff mit Kettensäge und Feuer gelegt?

Im Tatortbereich wurde eine Kettensäge aufgefunden. Laut der Polizeisprecherin sei noch unklar, ob diese auch als Tatwerkzeug eingesetzt worden ist. Die Ermittlungen zum Tathergang dauern noch an.
Polizisten sichern den Tatort, während Sanitäter einen Verletzten behandeln. Der unbekannte Mann wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.
Polizisten sichern den Tatort, während Sanitäter einen Verletzten behandeln. Der unbekannte Mann wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.
© Foto: Dennis Lloyd Brätsch
Kriminaltechniker und Mordermittler müssen den Tatort in der Paul-Zobel-Straße untersuchen.
Kriminaltechniker und Mordermittler müssen den Tatort in der Paul-Zobel-Straße untersuchen.
© Foto: Dennis Lloyd Brätsch
Zudem sollen mehrere Flaschen mit einer unbekannten Flüssigkeit gebrannt haben, die von erst eintreffenden Beamten gelöscht werden konnten.

Mutmaßlicher Täter vor Ort festgestellt

Der mutmaßliche Täter, ein 34-jähriger Mann, wohnt ebenfalls in dem Mehrfamilienhaus. Laut Beate Ostertag sollen der mutmaßliche Täter und die 52-jährige Frau ein „nachbarschaftliches Verhältnis“ miteinander gepflegt haben. Der 34-Jährige musste ebenfalls verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Zur Art und Schwere der Verletzungen liegen derzeit keine Erkenntnisse vor.

Sprengstoffexperten untersuchen den Tatort

In dem Mehrfamilienhaus in Berlin wurden neben den brennenden Flaschen, die durch Polizeibeamte gelöscht wurden, auch weitere Behältnisse mit unbekannten brennbaren Flüssigkeiten festgestellt. Da derzeit nicht klar sei, um was es sich dabei handelt und wie gefährlich diese Stoffe sind, untersuchen nun Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes den Tatort. Erst dann könne die eigentliche Tatortarbeit durch die Spurensicherung und die Mordkommission vor Ort beginnen.
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