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| 08:37 Uhr

Tödliche Badeunfälle
DLRG: Kindern Baderegeln früh beibringen

FOTO: dpa / Rolf Vennenbernd
Kloster Lehnin/Großräschen. 14 Menschen ertrinken 2017 in Brandenburger Gewässern. Wie viele es dieses Jahr bereits sind, ist noch unklar. Gleich zwei Menschen ertranken an diesem Wochenende – darunter auch ein kleines Mädchen.

Zwei Schwimmer sind in den vergangenen Tagen in Brandenburg ums Leben gekommen. Ein sechsjähriges Mädchen geriet am Freitag in einem Freibad in Großräschen (Oberspreewald-Lausitz) aus unerklärter Ursache im Nichtschwimmerbecken unter Wasser. Ein 63-jähriger Mann ertrank am Samstag im Netzener See bei Kloster Lehnin (Potsdam-Mittelmark).

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rät Eltern, noch vor Beginn der Schwimmausbildung ihren Kindern erste Regeln für ein richtiges Verhalten am und im Wasser beizubringen. Dazu gehöre, als Nichtschwimmer nur bis zum Bauch ins Wasser zu gehen - oder nur zu baden, wenn man sich wohlfühlt, heißt es auf der DLRG-Internetseite. Auch ein angstfreies und kräftesparendes Treiben lassen (Gleiten) auf dem Wasser sollten die kleinen Schwimmer gleich zu Beginn lernen.

Treten beim Schwimmen Schwächeanzeichen auf, sollten Betroffene ein Signal abgeben, so dass andere aufmerksam werden, rät DLRG-Sprecher, Achim Wiese. Das Ertrinken selbst laufe meistens in Stille ab. „Der Ertrinkende hat keine Kraft mehr, um nach Hilfe zu schreien.“

Wird man auf eine Gefahrensituation im Wasser aufmerksam, sollte man durch lautes Rufen auf die Lage aufmerksam machen und Hilfe holen. Bei der Fremdrettung gilt laut DLRG jedoch immer: Die eigene Sicherheit geht vor Hilfeleistung.

(dpa)