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| 17:28 Uhr

Tod von Bert Poensgen sorgt für Trauer am Lausitzring

Bert Poensgen, Geschäftsführer des Lausitzrings von 2008-2013, ist in der Nacht vom 26. auf den 27. Mai 2017 im Alter von 69 Jahren gestorben.
Bert Poensgen, Geschäftsführer des Lausitzrings von 2008-2013, ist in der Nacht vom 26. auf den 27. Mai 2017 im Alter von 69 Jahren gestorben. FOTO: Andreas Stern
Klettwitz. Am Lausitzring und in der Region trauert man um Bert Poensgen. Der ehemalige Geschäftsführer ist im Alter von 69 Jahren an den Folgen einer Herzattacke gestorben. Das teilte die EuroSpeedway Verwaltungs GmbH am Montag mit. jal


Josef Meier, geschäftsführender Gesellschafter der GmbH, verliert einen langjährigen Wegbegleiter. Er schreibt: "Bert Poensgen war nicht nur hier am Lausitzring ein wichtiger Geschäftspartner, uns verbindet eine bereits mehr als 35?Jahre lange und tiefe Freundschaft. Er war ein Mensch, dem man immer blind vertrauen konnte, der immer genau wusste, was er wollte und der für das Erreichen seiner Ziele Unmengen an Herzblut hinein steckte".


Von 2008 bis 2013 hatte Bert Poensgen nach der Übernahme der neuen Betreibergesellschaft entscheidenen Anteil daran, dass der Lausitzring wieder einen erfolgreichen Weg einschlagen konnte. Unter seiner Führung konnten Veranstaltungen wie das Red Bull Air Race, der Shell Eco-marathon oder die Motocross-Weltmeisterschaft in die Lausitz geholt werden. Auch die Grundlagen für die Rückkehr der Superbike-Weltmeisterschaft nach Deutschland und speziell zum Lausitzring im vergangenen Jahr wurden mit seiner Unterstützung gelegt, heißt es in der Mitteilung der Lausitzring-Betreiber.


Bert Poensgen war in der Motorsportszene fest verankert: Als Vertriebs- und Marketingleiter bei Suzuki International Europe sorgte er in 30 Dienstjahren dafür, dass die Motorrad-Marke auf der Erfolgsspur blieb. Auch als Manager der beiden deutschen Top-Stars der Motorradszene, Max Neukirchner und Ken Roczen, zeigte er seine unverkennbare Handschrift. Schon Ende der 90er, Anfang der 2000er Jahre managte er seine Tochter Katja Poensgen. Ihr gelang es im Jahr 2001 als bislang einziger Rennfahrerin, Punkte in der 250er-Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft zu erringen. Ein historischer Erfolg, der ohne die unermüdliche Unterstützung ihres Vaters Bert Poensgen wohl nicht möglich gewesen wäre.


Lausitzring-Chef Josef Meier teilt mit: "Über die kommenden Tage wird sein Ehrenplatz, den er zum Abschied seiner fünfjährigen Schaffenskraft hier am Lausitzring erhalten hat, als ein Platz dienen, um ihm zu gedenken und ihm die Ehre zu erweisen, die er sich hier erarbeitet hat."
Er betont: "Wir möchten uns von einem tollen Menschen verabschieden, der wie kaum ein zweiter für die Entwicklungen im deutschen Motorradsport steht und der es mit seiner unvergleichlichen Art schaffte, andere von seinen Visionen und Zielen zu überzeugen und diese auch zu erreichen. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei seiner Familie, Angehörigen und Freunden. Wir werden ihn alle schmerzlich vermissen."