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| 08:08 Uhr

Unwetter verschont Lausitz
Elf Verletzte durch abgebrochene Baumkrone

FOTO: dpa / Julian Stähle
Brandenburg/Berlin. Das am Mittwochabend über Brandenburg gezogene Unwetter ist nach ersten Schätzungen der Polizei und Feuerwehr glimpflich verlaufen. Lediglich in Oranienburg sind Menschen von einer herabstürzenden Baumkrone verletzt worden. Berlin hatte zwischenzeitlich den Ausnahmezustand ausgerufen.

Durch eine abgebrochene Baumkrone sind elf Menschen bei einer Feier in Oranienburg in Brandenburg verletzt worden. Nach Angaben der Feuerwehr brach die Baumkrone am Mittwochabend durch starke Windböen ab. Insgesamt seien rund 170 Menschen bei der Feier gewesen. Die Verletzungen sollen nach ersten Erkenntnissen überwiegend leicht sein.

Lausitz bleibt von Unwetter verschont

Die Lausitz blieb nach Auskunft der Polizeidirektion Süd und der Leitstelle Lausitz und Leitstelle in Hoyerswerda vom Unwetter verschont. Wie die Feuerwehr mitteilt, mussten die Kameraden zu 75 wetterbedingten Einsätzen im Süden Brandenburgs ausrücken. Diese konzentrierten sich mit 64 Einsätzen auf den nördlich Bereich des Landkreises Dahme-Spreewald. Zehn Einsätze wurde im Kreis Elbe-Elster gemeldet und ein Einsatz im Kreis Oberspreewald-Lausitz. Der Raum Cottbus und der Kreis Spree-Neiße blieben vom Unwetter komplett verschont. Auch im Raum Hoyerswerda und Weißwasser gab es nur sehr wenige wetterbedingte Einsätze.

Berlin atmet nach Unwetter auf

Nach dem schweren Unwetter am Mittwochabend hat sich die Lage in Berlin weitgehend normalisiert. Die Feuerwehr hatte noch am Abend den Unwetter-Ausnahmezustand beendet, wie die Feuerwehr auf Twitter mitteilte. Insgesamt gab es demnach rund 320 Unwetter-Einsätze in der Hauptstadt. Wenige Bäume lägen noch auf den Straßen, sagte ein Feuerwehr-Sprecher am frühen Donnerstagmorgen. „Die breite Masse an Fällen konnte bis 23 Uhr am Mittwochabend abgearbeitet werden.“ Schwerverletzte oder Tote habe es demnach nicht gegeben in Berlin.

Bei der S-Bahn gab es am frühen Donnerstagmorgen noch Probleme auf der Linie S2. Dort konnten weiterhin keine Züge zwischen Priesterweg und Blankenfeld fahren. Wie lange die Störung noch andauert, konnte ein Sprecher zunächst nicht sagen. Auf der Ringbahn gab es demnach mehrere Signalstörungen, auch dort kann es noch zu Verzögerungen kommen.

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wurden in Berlin am Mittwoch Windböen mit einer Geschwindigkeit von rund 110 Kilometern pro Stunde gemessen. Starker Regen und heftige Gewitter zogen über die Stadt. Die Unwettergefahr ist laut DWD in Berlin, wie auch bundesweit, am Donnerstag allerdings deutlich geringer. Die Höchstwerte sollen bei 28 Grad liegen.

 Ein Pkw fährt nach einem Gewitter mit heftigem Regen durch die überflutete Breite Straße in Berlin-Schmargendorf.
Ein Pkw fährt nach einem Gewitter mit heftigem Regen durch die überflutete Breite Straße in Berlin-Schmargendorf. FOTO: dpa / Paul Zinken

Mit Windböen und starkem Regen waren heftige Gewitter am Mittwochabend über die Stadt gezogen. Straßen wurden zeitweise überflutet, weil Gullys die Wassermassen nicht mehr fassen konnten. Das Unwetter verteilte sich laut Feuerwehr auf das gesamte Stadtgebiet. Regionalzüge wurden gestoppt, alle Fernzüge standen knapp zwei Stunden still. Auf dem Wannsee kenterten Boote.

Im Stadtteil Friedenau fiel ein Baum auf ein Cabrio am Mittwochabend. Die Insassen hatten Glück im Unglück: Zwei Menschen wurden nur leicht verletzt, teilte die Feuerwehr mit. Auf dem Wannsee habe es nach Boots-Unfällen bisher ebenfalls keine Meldungen über Schwerverletzte oder Vermisste gegeben.

Bei der Feuerwehr gingen zahlreiche Notrufe ein. Sie konzentrierten sich vorrangig auf Alarmierungen, bei denen Menschenleben in Gefahr schienen, sagte der Sprecher. Die Berliner seien weiter aufgerufen, kleinere Wasserschäden selbst zu beseitigen.

(csc/dpa)