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Therapie Parkinson-Kranker soll von zu Hause aus verbessert werden

Franziska Knuppe und Matthias Platzeck werben für die Hilfs-Gala.
Franziska Knuppe und Matthias Platzeck werben für die Hilfs-Gala. FOTO: dpa
Potsdam. Brandenburger, die an Parkinson erkrankt sind, können künftig ihre Therapie mit einem Tablet-Computer von zu Hause fortsetzen. Ein entsprechendes Pilotprojekt will die AOK Nordost in Kooperation mit der Parkinson-Klinik in Beelitz-Heilstätten im Februar 2017 starten, sagte gestern Marina Otte, die für das Thema Rehabilitation zuständige Fachbereichsleiterin der AOK, in Potsdam. Benjamin Lassiwe/iwe1

"Gerade in dünner besiedelten Regionen ist es für viele Patienten schwer, Ärzte und Therapeuten zu konsultieren." Das Ergebnis sei, dass oft die Therapie darunter leide. Mit dem Tablet könnten die Patienten mit den Ärzten und Therapeuten in Kontakt bleiben, die sie schon aus der Behandlung in der Klinik kennen. "Wir wollen, dass die Patienten an ihren Therapiezielen weiterarbeiten, auch wenn sie schon zu Hause sind."

Insgesamt leiden 30 000 Brandenburger an der nach dem Arzt James Parkinson bekannten, neurologisch verursachten Schüttelkrankheit. Um die Aufmerksamkeit für die Krankheit zu erhöhen, findet seit einigen Jahren einmal pro Jahr die Tulip-Parkinson-Gala in Potsdam statt, an der in diesem Jahr unter anderem Modern-Talking-Sänger Thomas Anders, die amtierende Miss Germany Lena Bröder und das Model Franziska Knuppe teilnehmen. "Man muss sich schon fragen: Bin ich selbst die Nächste?", sagte Knuppe. "Diese Krankheit kann schließlich jeden treffen." Und Brandenburgs Ex-Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) würdigte die Gala gar als ein "Hochamt für das Ehrenamt".