ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:41 Uhr

Teure märkische Staatsdiener

Schöne Pensionszeit – für die Landeskasse sind die Altersbezüge der Beamten jedoch schon jetzt eine riesige Belastung, Tendenz steigend.
Schöne Pensionszeit – für die Landeskasse sind die Altersbezüge der Beamten jedoch schon jetzt eine riesige Belastung, Tendenz steigend. FOTO: dpa
Potsdam. Beamte sind "Sorgenkinder" in Brandenburg. Heute fehlen im Land Juristen und Polizisten. In den kommenden Jahren müssen daher nach den Plänen der Landesregierung viel junge Beamte eingestellt werden, um die Lücken zu füllen, die die künftigen Pensionäre hinterlassen. Während für die meisten Jungen die Verdienstmöglichkeiten im durchschnittlichen Beamtenleben hinter denen in vielen Wirtschaftsbranchen zurückbleiben, wartet am Ende eine gesicherte Pension. Jan Siegel

Beamte des Bundes beispielsweise haben im Jahr 2015 im Schnitt 68,1 Prozent des letzten Gehaltes als Pension erhalten. Damit hätten sie ein um 20 Prozentpunkte höheres Versorgungsniveau als Rentner. Das geht aus dem aktuellen Versorgungsbericht der Bundesregierung hervor. Im Unterschied zu den Rentenempfängern brauchen Beamte - genau wie übrigens auch Bundestagsabgeordnete - dafür aber keine Beiträge in die Rentenversicherung einzuzahlen. Dafür müssen die Länder für die Pensionen eine Versorgungsrücklage bereithalten.

Angesichts einer erwartbaren Pensionierungswelle, von Dauerniedrigzinsen und damit fehlenden ertragreichen Anlagemöglichkeiten, wird die Rücklage für die Länder zum Problem.

Schon ist absehbar, dass im Jahr 2040 in Brandenburg die Pensionen für die Landesbeamten den Haushalt mit deutlich mehr als einer Milliarde Euro pro Jahr belasten werden.

Am Donnerstag hat sich der Finanzausschuss des Brandenburger Landtags bei einer Expertenanhörung mit der Frage beschäftigt, wie sich das Land absichern kann, um die Altersversorgung der Staatsdiener auch in Zukunft sicherzustellen. Die Lösungsvorschläge der Experten gehen sehr weit auseinander. Länder Seite 4