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| 01:04 Uhr

Teilnehmerrekord beim Neujahrstauchen im Helenesee

Frankfurt(Oder).. Mehrere Tausend Schaulustige haben am Samstag vom windigen Ufer des Frankfurter Helenesees Neptun bei seinem Gang in die Fluten beobachtet. Jeanette Bederke

Im Gepäck hatten die Froschmänner einen geschmückten Weihnachtsbaum, der traditionell auf dem Grund des Sees in etwa zwölf Metern Tiefe verankert wird. Erstmals nahmen 200 Taucher am wohl ältesten Neujahrstauchen Deutschlands teil. „Angefangen haben wir vor 36 Jahren im engsten Kreis“ , erinnert sich Organisator Thomas Breinig. „Daraus wurde dann eine Tradition, weil sich viele Frankfurter hier zum ersten Mal im neuen Jahr wieder trafen“ Und weil es natürlich eine Menge zu schauen gibt: Modellbauer, die diesmal aufgrund der Windböen Mühe haben, ihre ferngesteuerten Schiffe und Hubschrauber in den Griff zu bekommen, einen waghalsigen Kunstflieger, der gekonnt Loopings und Schrauben am sonnigen Himmel über der „Schönen Helene“ dreht, mehrere Surfer, rasant auf den Wellen reitend. Nur der Bundesgrenzschutz, sonst mit seinen spektakulären Schauvorführungen zur Wasserrettung fester Bestandteil des Frankfurter Neujahrstauchens, musste diesmal absagen. Mit dem Begleitprogramm wuchs auch das Interesse. Längst ist das Tauch-Spektakel kein Geheimtipp mehr, gilt der saubere Helenesee aufgrund seiner hervorragenden Sichtverhältnisse als das Tauchparadies in Ostbrandenburg. Besucher kommen aus allen Teilen Brandenburgs und aus Berlin. Worauf Breinig besonders stolz ist: 100 Taucher sind diesmal aus dem polnischen Grenzland angereist. Gemeinsam mit ihren deutschen Sportkameraden haben sie dafür gesorgt, dass der 250 Hektar große Helenesee als der Ort in die Annalen eingeht, an dem sich zur Winterszeit die meisten Froschmänner auf einmal in freies Gewässer stürzten.
Einen Teil der Einnahmen und die Spenden soll die Frankfurter Partnerstadt Weligama in Sri Lanka bekommen, die von der Flutkatastrophe betroffen ist.