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Tausende Blumen und ein Fluss: Bundesgartenschau in Havelregion

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) lacht am 18.04.2015 in Brandenburg/Havel (Brandenburg) kurz vor der Eröffnung der Bundesgartenschau 2015 mit dem Buga-Maskottchen Wilma Wels.
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) lacht am 18.04.2015 in Brandenburg/Havel (Brandenburg) kurz vor der Eröffnung der Bundesgartenschau 2015 mit dem Buga-Maskottchen Wilma Wels. FOTO: Ralf Hirschberger (dpa-Zentralbild)
Brandenburg/Havel. Tulpen, Narzissen und Hyazinthen blühen schon - Rosen und Stauden noch nicht. Die Blumenpracht für die nächsten 177 Tage ist zumindest vorbereitet. Das Experiment Buga 2015 kann starten. dpa

In den fünf Städten Brandenburg/Havel, Premnitz, Rathenow und Amt Rhinow/Stölln im Land Brandenburg und in Havelberg in Sachsen-Anhalt dreht sich bis Mitte Oktober alles um Blumen, Pflanzen und Touristik. „Die ganze Havelregion wird zur Bühne“, sagte Bundespräsident Joachim Gauck am Samstag auf dem Festakt in Brandenburg/Havel. „Was mir besonders gefällt: Es gibt weit mehr zu entdecken als einen gigantischen Blütenrausch. Bei dieser Bundesgartenschau geht es auch um Kulturgeschichte, um regionale Identität.“

2007 hatte die länderübergreifende Region den Zuschlag für die Ausrichtung bekommen. Zuvor hatten sich immer Städte beworben. „Aus einem kleinen Funken haben wir das Buga-Feuer entflammt“, sagte die Vorsteherin des Buga-Zweckverbandes und Oberbürgermeisterin von Brandenburg/Havel, Dietlind Tiemann (CDU).

Ein rund 53 Hektar großes Areal wurde gestaltet und bepflanzt. Die Organisatoren setzen vor allem auf Nachhaltigkeit. Die Region soll langfristig davon profitieren - etwa von Radwegen oder Grünanlagen. „Das ist keine große Show nur für wenige Monate. Es bleibt etwas erhalten“, betonte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Nichts sei nur für die Buga entstanden, alles solle später Bestand haben. Sein Amtskollege aus Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU) sagte, er setze auf den Schub für die Region. „Wir nutzen diese Chance.“

Einige hundert Besucher verfolgten auf dem Gelände an der Havel die Eröffnungsveranstaltung. Auf den gestalteten Flächen zum Thema Werft und Schiffe zeigten sich blühende Tulpen, Stiefmütterchen und Narzissen.

Jeder Standort bietet etwas Besonderes. So gibt es erstmals Blumenschauen in Kirchen. Zudem wurden historische Stadtkerne oder Uferzonen eingebunden. Über 80 Kilometer verbindet der Fluss Havel die Orte. Rund 1,5 Millionen Besucher werden erwartet. Tausende Karten wurden bereits im Vorverkauf gebucht. Für die Organisation der Buga sind rund 35 Millionen Euro eingeplant. Kartenverkäufe, Sponsoring und auch der Verkauf der Markenrechte sollen Geld in die Kassen spülen.